Mogel mit versteckter Kamera in Euskirchen
Der immerhin schon 47-Jährige aus dem Rhein-Sieg-Kreis hatte sich alles fein zurechtgelegt: Im Kragen seines Pullovers steckte eine kleine Kamera, von der innen Kabel nach unten führten, die im Nacken mit breitem Klebeband befestigt waren. Die Kabel führten erstens in einen Akku, damit das Ganze auch Strom hatte, und zweitens in einen WLAN-Router, der von der Hosentasche aus mit dem Internet verbunden war.
Der TÜV bemerkt den Täuschungsversuch
Was der spezielle Kameramann nicht bedacht hatte, war, dass der TÜV nicht nur Führerscheinprüfungen macht, sondern ganz allgemein technische Überwachung, wie der Name schon sagt. Deshalb flog der High-Tech-Täuschungsversuch auf.
Gab es einen Helfer, der Prüfungs-Fragen vorsagte?
Mit kleinen Mini-Kameras können Prüfungsfragen aufgenommen und dann direkt per WLAN oder mobiles Handynetz an eine zweite Person übertragen werden. Diese sieht die Fragen dann auf einem Display und kann die Antworten über einen versteckten Ohrhörer weitersagen.
4.200 Täuschungsversuche bei Führerscheinprüfung pro Jahr
Mehr als 4.200 Täuschungsversuche sind im vergangenen Jahr deutschlandweit bei theoretischen Prüfungen registriert worden. Besonders häufig betroffen ist die Pkw-Prüfung. Das geht aus den Daten des TÜV-Verbands hervor. Die meisten Täuschungsversuche wurden dabei in NRW registriert (1.378), gefolgt von Berlin (497) und Bayern (449).