Möglicher Sabotageversuch an Umspannwerk in Dormagen
Handelt es sich um eine Abschussvorrichtung, oder nur um einen schlechten Scherz? Die Polizei untersucht einen verdächtigen Fund an einem Umspannwerk in Dormagen.
Ein Spaziergänger hat einen verdächtigen Gegenstand an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf entdeckt. Es könne sich um eine Abschussvorrichtung handeln, sagte eine Polizeisprecherin in Neuss. Das sei aber bisher nicht sicher. Der Gegenstand werde nun von Experten untersucht, um zu klären, ob er für eine Attacke auf die Stromversorgung geeignet war. Der WDR hatte zuvor berichtet.
Es könne nach derzeitigem Stand auch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Attrappe eines Trittbrettfahrers handele, sagte die Sprecherin. Es habe keinen Angriff auf das Umspannwerk und keinen Stromausfall gegeben.
Vorfälle in Bergheim und Jänschwalde
Nach Angriffen auf zwei Umspannwerke im nordrhein-westfälischen Bergheim und im brandenburgischen Jänschwalde am Dienstag wird in beiden Fällen wegen des Verdachts von Anschlägen auf die kritische Infrastruktur ermittelt. Möglichen Zusammenhängen wird nachgegangen.
In Bergheim nahe Köln wurden Abschussvorrichtungen für pyrotechnische Gegenstände gefunden. Sie waren offenbar so gebaut, dass damit ein Draht auf Höhe der Stromleitungen gebracht werden konnte, der bei Erdung einen Kurzschluss auslöste.
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In Jänschwalde kamen ebenfalls Abschussvorrichtungen für Pyrotechnik zum Einsatz. Auch dort wurde offenbar versucht, eine Verbindung zwischen der Höchstspannungsleitung und dem Erdboden herzustellen und so einen Kurzschluss auszulösen. (afp,dpa/bearbeitet von fra)