DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Moia nimmt kostenlosen Testbetrieb mit autonomen Shuttles in Hamburg auf

Technologie

Inhaltsverzeichnis close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Der von Volkswagen betriebene Mobilitätsdienst Moia hat in Hamburg einen Testbetrieb mit Fahrgästen in autonomen, batterieelektrischen Kleinbussen gestartet. Ab dem 15. Juli können vorab registrierte Hamburgerinnen und Hamburger kostenlose Fahrten in selbstfahrenden VW ID. Buzz über die Moia-App buchen. Während der Testphase sitzt stets ein geschulter Sicherheitsfahrer am Steuer, der jederzeit eingreifen können soll. Weiterlesen nach der Anzeige Das Angebot ist Teil des Projekts ALIKE, das autonomes Ridepooling als Ergänzung zum klassischen ÖPNV erprobt. Das Bundesministerium für Verkehr fördert das auf 36 Monate angelegte Vorhaben mit 26 Millionen Euro. Neben Moia sind die Hamburger Hochbahn, Volkswagen Nutzfahrzeuge, der Shuttle-Hersteller Holon sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt. Die Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende übernimmt eine zentrale Rolle im Genehmigungsverfahren. Zum Start des Fahrgasttests stehen bis zu zehn autonome VW ID. Buzz bereit, die in Teilen von Winterhude, Barmbek und Wandsbek unterwegs sind. Das Ridepooling-Prinzip bleibt dabei erhalten: Fahrgäste mit ähnlicher Route teilen sich eine Fahrt und steigen an virtuellen Haltepunkten ein und aus. In Kürze soll die Buchung auch über die hvv-switch-App möglich sein. Insgesamt umfasst das ALIKE-Bediengebiet rund 37 Quadratkilometer im Hamburger Stadtzentrum. Im weiteren Projektverlauf sollen zusätzlich barrierefreie Holon Mover mit Platz für bis zu 15 Fahrgäste zum Einsatz kommen. Mobileye-Sensorik für 360-Grad-Umfelderkennung Die Fahrzeuge nutzen ein komplettes Self-Driving-System von Intels börsennotierter Fahrzeugautonomie-Mehrheitsbeteiligung Mobileye mit Sitz in Israel. Kameras, Radare und Lidare sollen eine 360-Grad-Umfelderkennung ermöglichen, ein Hochleistungsrechner die Sensordaten in Sekundenbruchteilen zu Fahrbefehlen verarbeiten. Das System ist auf SAE-Automatisierungslevel 4 ausgelegt, es lenkt in einem definierten Betriebsbereich das Fahrzeug eigenständig. Sollte in komplexen innerstädtischen Verkehrssituationen das System an seine Grenzen stoßen, sollen während der aktuellen Testphase die Sicherheitsfahrer eingreifen können. Laut Medienberichten soll das bei Moia vereinzelt vorgekommen sein, etwa als ein Shuttle einen Zebrastreifen passieren wollte, den gerade Fußgänger überqueren wollten. Insgesamt gelten die bisherigen Tests laut den Betreibern jedoch als erfolgversprechend. Moia führt neben Realfahrten gezielte Szenariotests durch und stimmt sich dazu mit Polizei und Feuerwehr ab, etwa zur Frage, wie autonome Fahrzeuge Rettungsgassen bilden sollen. Regulatorische Hürden bis zum fahrerlosen Betrieb Ende 2026 soll der Dienst schrittweise in einen Betrieb mit reduziertem Fahrereingriff übergehen. Ob und wann Fahrten vollständig ohne Sicherheitsfahrer stattfinden, hängt von den Genehmigungsbehörden ab. Weiterlesen nach der Anzeige Die Erkenntnisse aus ALIKE sollen zudem als Modell und Vorlage für andere Städte und Regionen dienen.„Autonomes Fahren leistet einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität für alle Menschen. Hier in Hamburg wird es Schritt für Schritt Realität“, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder zu Beginn dieses Projekts. Ergänzung statt Konkurrenz zum ÖPNV Das Projekt ist bewusst als Ergänzung zu Bus und Bahn konzipiert, nicht als Ersatz. Die autonomen Shuttles sollen Lücken im Netz schließen und in Gebieten mit dünnerem Angebot oder außerhalb klassischer Taktzeiten als flexible Zubringer zu Hauptlinien dienen. Ob das Ridepooling-Angebot langfristig Auswirkungen auf bestehende Buslinien oder klassische Fahrdienste wie Taxis hat, wird das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wissenschaftlich untersuchen. Potenzial sehen die Projektpartner hauptsächlich darin, Nutzer von privaten Pkw auf geteilte Angebote zu ziehen und damit die Gesamtauslastung nachhaltiger Verkehrsmittel zu steigern. Die 26 Millionen Euro Förderung decken Fahrzeugbetrieb, Plattformentwicklung und wissenschaftliche Begleitung ab. Eigenanteile der beteiligten Unternehmen sind öffentlich nicht beziffert. Moia-Chef Sascha Meyer betonte, die Erfahrungen aus Hamburg sollten helfen, „Technologie und Angebot weiterzuentwickeln und für weitere Märkte vorzubereiten“. Die in Hamburg aufgebaute Technologieplattform soll perspektivisch auch für andere Städte und Betreiber als europäische Lösung für autonome Mobilitätsdienste nutzbar sein.

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