Monaco: Ukrainischer Oligarch nach Explosion in Lebensgefahr - Verdächtiger soll Sprengsatz deponiert haben
Bei einer Explosion im Fürstentum Monaco ist am Montagabend ein ukrainischer Oligarch verletzt worden. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, handelt es sich bei dem Verletzten um den Geschäftsmann Wadym Jermolajew. Bei der Explosion in einem Wohngebäude wurden ein weiterer Erwachsener sowie eine 13-jährige Person verletzt. Jermolajew und die weitere erwachsene Person erlitten nach Angaben von Staatsminister Christophe Mirmand lebensgefährliche Verletzungen. Vier weitere Menschen hätten zudem einen Schock erlitten. Die Regionalzeitung „Monaco-Matin“ berichtete zunächst, dass es sich bei den zwei Erwachsenen um einen Mann und eine Frau im Alter von 50 bis 60 Jahren handelte. Mit dem Jugendlichen sollen sie zu einer Familie gehören. Staatsanwalt Stéphane Thibault sagte, vor der Explosion habe ein Verdächtiger eine Tasche oder ein Paket in der Eingangshalle deponiert. Nach Angaben Mirmands enthielt der Sprengsatz offenbar Schrauben und Schrot. „Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt worden ist“, sagte er. Verdächtiger soll aus Frankreich zu Fuß gekommen sein Die Explosion ereignete sich in einem Gebäude, das sich an einer Straße entlang der Grenze zu Frankreich befindet. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst. Medien zeigten ein von Überwachungskameras aufgenommenes Bild eines rennenden Mannes mit einem dunklen Hut. Die Hintergründe des Geschehens blieben zunächst unklar. Eric Ciotti, Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als „Tragödie“, die Monaco getroffen habe. „Die Gedanken gelten den Opfern, ihren Familien und dem monegassischen Volk“, erklärte er. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.