Monarch-Hochhaus: Neuer Investor steigt bei Projekt in Berlin ein
Das seit fast vier Jahren ruhende Hochhaus-Projekt "Alexander-Tower" am Berliner Alexanderplatz könnte noch in diesem Monat fortgeführt werden. Wie der rbb erfuhr, hat der bisherige Investor, die russische Monarch Group, knapp die Hälfte des Projekts an eine Investmentgesellschaft verkauft.
Demnach übernahm das in Luxemburg ansässige Unternehmen Equora Capital 49 Prozent der Anteile von der Monarch Group. Das Projekt ruht, weil Monarch es in Folge der Sanktionen gegen Russland nicht mehr weiter finanzieren konnte. Der Berliner Anwalt von Monarch, Detlef Stoecker, bestätigte dem rbb die Übertragung der Anteile an dem Grundstücksprojekt.
Wie Equora Capital gegenüber der "Immobilienzeitung" [Bezahlinhalt] ausführte, sollen im Rahmen dieses Joint Ventures mit Monarch rund 400 Millionen Euro in den Bau des 150-Meter-Turms investiert werden. Es sollen ein Hotel mit rund 300 Zimmern sowie mehr als 300 Wohnungen entstehen. Equora will dabei mit dem Hamburger Projektentwickler DCD Services zusammenarbeiten.
Die Geschäftsführerin der Berliner Immobilienmanagement GmbH (Bim), Tatjana Adams, teilte dem rbb auf Nachfrage mit, dass auch die Bim über die Übertragung der Gesellschafteranteile von Monarch an die Equora Capital informiert worden sei, "und zwar unterhalb der Schwelle, ab der das Land Berlin hätte zustimmen müssen", wie sie betonte. Im Weiteren müsse es jetzt darum gehen, dass Monarch und die Investoren offenlegten, wie die genaue Transaktions- und Finanzierungsstruktur aussehen. "Dann kommt es darauf an, wie sich das Land Berlin stadtentwicklungspolitisch zu dem veränderten Projekt stellt", so Adams.