Monatelange Hängepartie in der NBA: Monster-Trade von Kawhi Leonard ist offiziell
Der Rahmenvertrag für die Rückkehr von Leonard steht bereits seit Anfang Juli unverändert fest. Im Gegenzug für die Dienste des 35-jährigen Small Forwards schicken die Kanadier ein umfangreiches Gesamtpaket an die Westküste der USA.
Die L.A. Clippers erhalten für ihren Leistungsträger Brandon Ingram, Gradey Dick, zwei ungeschützte Erstrunden-Draftpicks, das Recht auf einen Pick-Swap sowie zusätzlich zwei Zweitrundenpicks.
Dass der Vollzug des Tauschs sich über Monate verzögerte, lag nicht an verhandlungstaktischem Zögern der beiden Franchises, sondern an juristischen Ermittlungen seitens der Liga. Gegenstand der Prüfung war eine mögliche unrechtmäßige Umgehung der Salary-Cap-Regularien durch die Clippers und den Spieler. Die verhängten Sanktionen fielen für die Beteiligten dabei höchst unterschiedlich aus.
Während Leonard selbst mit einer Geldstrafe in Höhe von 700.000 US-Dollar glimpflich davonkam, traf es die Organisation aus Los Angeles deutlich härter. Die NBA belegte unter anderem Clippers-Eigentümer Steve Ballmer mit einer einjährigen Sperre.
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Kawhi Leonard führte Toronto zum einzigen Titel der NBA-Geschichte
Ursprünglich hatte die Führung der Kalifornier angekündigt, mit rechtlichen Mitteln gegen dieses Strafmaß vorzugehen. Am vergangenen Sonntag folgte jedoch die Kehrtwende: Ballmer erklärte öffentlich, dass er von juristischen Schritten absehe und die Franchise stattdessen den Blick nach vorne richten wolle. Damit war der Weg frei für die Finalisierung des Trades.
Aus sportlicher Sicht erhoffen sich die Toronto Raptors durch die Personalie den entscheidenden Qualitätssprung. In der abgelaufenen Spielzeit schied die Mannschaft in der ersten Runde der Playoffs hauchdünn mit 3:4 gegen die Cleveland Cavaliers aus.
Mit Leonard stößt nun ein alter Bekannter zum Kader. Der All-Star lief bereits in der Saison 2018/19 für Toronto auf und prägte das bisher erfolgreichste Kapitel der Klubhistorie: Er führte die Mannschaft als gewählter Finals-MVP zum Gewinn der ersten und bisher einzigen NBA-Meisterschaft, ehe er sich im darauffolgenden Sommer den Clippers anschloss.