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Mond: Teil einer SpaceX-Rakete ist möglicherweise auf dem Mond aufgeschlagen

Wissenschaft

Rund anderthalb Jahre nach ihrem Start könnte ein Teil einer SpaceX-Rakete ungeplant auf dem Mond aufgeschlagen sein. Der Aufschlag war für den heutigen Mittwoch um 8.35 Uhr MESZ berechnet worden, hieß es unter anderem von dem US-Astronomen Bill Gray und der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Es handelt sich dabei um die Oberstufe der Rakete Falcon 9 vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk, die im Januar 2025 zum Mond gestartet war. Astronomen hatten offenbar vergeblich gehofft, dass der Aufschlag von der Erde aus sichtbar sein würde. »Aber ich denke, er wird sehr, sehr schwer zu sehen sein, wenn nicht unmöglich«, hatte William Cooke, ein Manager der US-Raumfahrtbehörde Nasa, bereits am Dienstag gesagt. Bisher gibt es auch keine Hinweise, dass der mögliche Aufschlag von Instrumenten festgehalten wurde. Nun wird es Stunden, wenn nicht sogar Tage dauern, bis ein möglicher Aufschlag bestätigt werden kann. Möglich ist das etwa nur mithilfe von Sonden, die Fotos von einem entstandenen Krater zur Erde schicken. In ein paar Tagen soll beispielsweise die Nasa-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter über die berechnete Einschlagstelle fliegen. Landung auf dem Mond fehlgeschlagen Die Falcon-9-Rakete war am 15. Januar 2025 mit den Mondlandern Blue Ghost des US-Unternehmens Firefly Aerospace und Resilience des japanischen Start-ups Ispace gestartet. Blue Ghost landete rund zwei Monate später auf dem Mond, bei Resilience schlug die Landung fehl, der Lander stürzte auf den Mond. Die untere Raketenstufe der Falcon-9-Rakete kehrte zur Erde zurück. »Die oberen Raketenstufen verglühen bei solchen Missionen planmäßig in der Erdatmosphäre«, sagte SpaceX-Managerin Julianna Scheiman. »Aber für Missionen mit hoher Energie müssen wir ein anderes Manöver durchführen, um sicherzustellen, dass die Oberstufe sicher ist mit den entsprechenden Regeln und Regularien.« Das sei in diesem Fall geschehen. »Was dann passiert ist, ist eine Mischung aus Sonnenaktivität und Anziehungskräften, die die obere Raketenstufe auf einen Weg hin zum Mond gebracht hat.« Aufschlag auf dem Mond gilt als anerkannte Entsorgung Auch wenn dieser Fall nicht geplant war, sei ein Aufschlag auf dem Mond für eine Entsorgung grundsätzlich auch »eine anerkannte Option, die eine vorhersagbare, nachverfolgbare und sichere Herangehensweise an das Ende einer Mission bieten kann«, hieß es von der Nasa. »Es gibt keine Gefahr für die Erde.« Aus wissenschaftlichen Gründen werde man den Verbleib der Raketenstufe und die Einschlagstelle weiter beobachten. Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekannt geworden. Nasa-Wissenschaftler gingen aufgrund von Bildern der Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter damals davon aus, dass es sich um einen Teil einer alten chinesischen Rakete handelte, wahrscheinlich der Trägerrakete der Chang’e-5-T1-Mission, die 2014 von der Erde aus ins All geschossen worden war. China hatte diese Berichte jedoch zurückgewiesen. Geplante Einschläge zu Forschungszwecken hat es in der Vergangenheit auf dem Mond schon mehrfach gegeben.

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