Mondfinsternis und verdeckte Venus - mehr Astro-Highlights 2026
Stand: 27.08.2026 11:42 Uhr
Mondfinsternis, Sternschnuppen und Polarlichter: 2026 hält noch so einige astronomische Höhepunkte bereit. Im Spätsommer lohnt sich der Blick in den Himmel über SH gleich mehrfach – nicht nur nachts.
Ob Mondfinsternis, Polarlichter, eine partielle Sonnenfinsternis oder ein Supervollmond: Das Jahr 2026 hält laut der Sternwarte Neumünster zahlreiche astronomische Highlights bereit.
Diese astronomischen Highlights stehen 2026 bevor:
Sternschnuppen im August und Dezember
Partielle Mondfinsternis im August
Planet Venus verschwindet im September hinter dem Mond
Polarlichter im Jahr 2026
Supervollmond am 24. Dezember
Perseiden im August, Geminiden zum Jahresende
In diesem Jahr gibt es laut der Sternwarte Neumünster wieder intensive Sternschnuppenströme: Nach den Perseiden im Sommer (Maximum am 13. August) folgen zum Jahresende noch die Geminiden (Maximum am 14. Dezember).
Generell sind Sternschnuppen besonders gut in den Abend- und frühen Nachtstunden zu beobachten, sagt Marco Ludwig. Und: Die besten Bedingungen, um Sternschnuppen zu sehen, bieten sich laut ihm fernab der Städte bei möglichst wenigen störenden Lichtquellen. Also beispielsweise an der Küste. Es lohne sich, nach Nordosten zu schauen. Dort sieht man - laut Ludwig - die meisten Sternschnuppen.
Herkunft und Aussprache
Perseiden, ausgesprochen Per-se-i-den, haben ihren Namen von dem Sternbild Perseus. Dort scheint der Ausgangspunkt, der sogenannte Radiant, der Sternschnuppen zu sein. Bei den Geminiden ist der Radiant das Sternenbild Zwilling - auf Latein Gemini. Die Betonung bei dem Wort liegt auf der vorletzten Silbe: Ge-mi-ni-den.
Highlight: Partielle Sonnenfinsternis im August 2026
Das astronomische Highlight des Jahres fand am 12. August statt: eine partielle Sonnenfinsternis. Dabei schob sich der Neumond teilweise vor die Sonne. In Schleswig-Holstein wurden so etwa 85 Prozent der Sonne verdeckt, so die Sternwarte Neumünster.
Abends um 19.13 Uhr ging es los, das Maximum der verdeckten Sonne war um 20.06 Uhr erreicht. Um 20.57 Uhr war alles vorbei.
Ebenfalls im August 2026: Partielle Mondfinsternis
Nur etwa zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis folgt am 28. August eine partielle Mondfinsternis. Dabei wandert der Vollmond durch den Schatten der Erde - und wird so teilweise dunkel. Bis zu 93,5 Prozent werde er diesmal im Schatten verschwinden, sagt die Sternwarte Neumünster. Somit handele es sich beinahe um eine totale Mondfinsternis.
Wer sie beobachten möchte, sollte früh aufstehen. Ab 4.34 Uhr beginnt der Sternwarte zufolge die Schattenwanderung des Mondes. Um 6.13 Uhr ist er dann maximal verfinstert. Eine totale Mondfinsternis hingegen lässt sich erst wieder am 31. Dezember 2028 beobachten.
Planet Venus verschwindet hinter dem Mond
Am 14. September schiebt sich der Mond vor die Venus. In der Mittagszeit verschwindet die Venus dadurch für gut eine Stunde hinter der Mondsichel. Um 11.37 Uhr beginnt das Schauspiel. Es lässt sich laut der Sternwarte Neumünster gut mit einem Fernglas oder Fernrohr beobachten.
Wann 2026 Polarlichter zu sehen sein können
Wie bereits in den vergangenen Jahren lassen sich auch 2026 wieder Polarlichter bestaunen. Die Sternwarte Neumünster sagt, dass sie das ganze Jahr hindurch auftauchen könnten. Allerdings dämpft die Sternwarte zugleich die Erwartungen: Die Polarlichter könnten deutlich weniger als zuletzt zu sehen sein.
Das ist abhängig von der Aktivität der Sonne. Denn nur, wenn die Sonne sehr aktiv ist, sieht man die Polarlichter auch über Norddeutschland, erklärt Marco Ludwig von der Sternwarte. Die Sonne sei jedoch immer wieder für Überraschungen gut.
Wo es künftig Polarlichter in Schleswig-Holstein gibt, darüber informieren auch Polarlicht-Apps. Und NDR Schleswig-Holstein hat einige Tipps zusammengestellt, wie man sie am besten fotografieren kann.
Zu Weihnachten: Supervollmond am 24. Dezember
An Heiligabend kann ein besonders groß wirkender Mond für Staunen sorgen - der sogenannte Supervollmond. Auf seiner Umlaufbahn kommt er der Erde dabei sehr nahe. Deshalb wirkt er größer als normalerweise.