Monheim Mann nach Badeunfall im Rhein am Sonntagmorgen tot aufgefunden
Seit Jahren warnt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) vor den tödlichen Gefahren, die für Schwimmer im Rhein lauern. Jetzt ist tatsächlich auch in Monheim ein tödlicher Unfall passiert. Am Sonntagmorgen ist ein Mann tot aus dem Wasser geborgen worden, wie die städtische Pressestelle mitteilt. Die Feuerwehr Monheim hatte am Samstagabend bereits mit einem Großaufgebot nach der vermissten Person gesucht. Der Notruf war am Samstag um 19.16 Uhr bei der Kreisleitstelle Mettmann eingegangen. Demnach war ein Mann am Monheimer Rheinufer zur Abkühlung ins Wasser gestiegen und wurde anschließend nicht mehr gesehen, berichtet Thomas Spekowius. An der umfangreichen Personensuche hatten sich neben der hauptamtlichen Wache, dem Rettungsdienst, den beiden Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr, dem Einsatzführungsdienst und der Informations- und Kommunikationseinheit auch die DLRG, die Taucherstaffel der Feuerwehr Hilden sowie weitere Einsatzkräfte aus der Region beteiligt. Der betroffene Rheinabschnitt wurde bis zur Stadtgrenze Düsseldorf intensiv abgesucht, während Angehörige des Mannes am Ufer bangten. Fünf Boote – teilweise mit moderner Echolottechnik ausgestattet –, ein Jetski mit Strömungsrettern sowie ein Polizeihubschrauber und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Darüber hinaus suchten zahlreiche Einsatzkräfte die Uferbereiche und Buhnenfelder ab. Nach zwei Stunden musste die Suche am Samstagabend ergebnislos eingestellt werden, so Spekowius. Am Sonntagmorgen wurde der Leichnam des Mannes schließlich zwischen zwei Buhnen im Rhein treibend entdeckt. Noch im September war ein SPD-Antrag für ein Badeverbot im Rhein im Stadtrat abgelehnt worden. Einen CDU-Antrag für ein optimiertes Aufklärungskonzept zu den Gefahren des Schwimmens im Rhein hatte die Peto-Mehrheit verhindert. Der damalige Leiter des Bereichs Sicherheit und Ordnung hatte argumentiert, dass es ja bisher noch keinen tödlichen Badeunfall gegeben habe.