DAX -0,94 % 26.091,33 Pkt 18:00:00 MDAX -1,65 % 31.822,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,37 % 6.444,46 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,01 % 53.463,05 Pkt 22:38:37 S&P 500 -0,48 % 7.707,98 Pkt 22:38:31 Nasdaq -1,18 % 26.331,09 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,20 % 66.111,47 Pkt 06:42:40 Gold +1,26 % 4.546,10 USD 06:47:36 Silber +2,08 % 67,10 USD 06:47:24 Brent +0,21 % 91,81 USD 06:47:36 WTI -1,61 % 84,45 USD 06:47:43 Bitcoin +0,25 % 69.459,27 USD 06:57:34 EUR/USD +0,85 % 1,16780 USD 06:56:54 EUR/GBP +0,32 % 0,85790 GBP 06:57:44 EUR/CHF -0,68 % 0,93380 CHF 06:57:44 EUR/JPY +0,23 % 185,123 JPY 06:57:44

Morbus Crohn: Vitamin B3 umgeht Entzündungs-Blockade

Allgemein

Wissenschaftliche Untersuchungen im Bereich der Gastroenterologie haben neue Erkenntnisse über die molekularen Mechanismen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) geliefert. Im Zentrum der Forschung, die unter anderem im August 2026 in Fachmagazinen wie dem J Crohn's Colitis, Cell Reports und dem Int J Tryptophan Res veröffentlicht wurde, steht die Synthese von Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD+). Forschende aus Kiel und den USA konnten nachweisen, dass Entzündungsprozesse bei Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa die körpereigene Produktion dieses lebenswichtigen Coenzyms gezielt blockieren. Die Rolle des Enzyms QPRT und der Einsatz von Vitamin B3 Die Studien identifizierten das Enzym Chinolinsäure-Phosphoribosyltransferase (QPRT) als entscheidende Schnittstelle. Bei chronischen Darmentzündungen wird dieses Enzym gehemmt, was die reguläre NAD+-Synthese unterbricht. Ein Mangel an NAD+ gilt als kritischer Faktor für die beeinträchtigte Regenerationsfähigkeit der Darmwand. Den Untersuchungen zufolge besteht jedoch die Möglichkeit, diese Blockade pharmakologisch zu umgehen. Ein Lösungsansatz ist die Supplementierung mit Nicotinamid, einer Form des Vitamin B3. Diese Substanz ermöglicht es dem Organismus, NAD+ über einen alternativen Stoffwechselweg zu bilden, der nicht von der entzündungsbedingten QPRT-Hemmung betroffen ist. Zur Überprüfung der Wirksamkeit und Sicherheit dieses Ansatzes wird derzeit die klinische Studie ORNATUS durchgeführt. Fortschritte bei medikamentösen Therapien und molekularen Zielen Parallel zu den Erkenntnissen über den NAD+-Stoffwechsel wurden im August 2026 Ergebnisse zu weiteren Therapieoptionen vorgelegt. In Phase-IIb-Studien (RELIEVE UCCD) wurde der Anti-TL1A-Antikörper Duvakitug bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa und Morbus Crohn getestet. Anzeige Wer sich mit den Mechanismen chronischer Darmerkrankungen befasst, erkennt schnell die Bedeutung einer gezielten Nährstoffzufuhr. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie stille Entzündungen durch die richtige Auswahl natürlicher Lebensmittel lindern können. Die 12 stärksten Entzündungs-Killer jetzt kostenlos entdecken Die Daten zeigen bei Morbus Crohn eine endoskopische Remissionsrate von 26 Prozent bei einer Dosierung von 450 mg und 48 Prozent bei 900 mg, verglichen mit 13 Prozent in der Placebo-Gruppe. Bei Patienten mit Colitis ulcerosa wurde eine klinische Remission bei 36 Prozent (450 mg) und 48 Prozent (900 mg) erreicht, während die Placebo-Gruppe bei 20 Prozent lag. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden bereits Phase-III-Studien initiiert. Zusätzlich rückt das Protein PCIF1 in den Fokus der Forschung. Eine in Cellular & Molecular Immunology veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass eine gezielte Blockade von PCIF1 in Makrophagen die Symptatome einer Colitis reduzieren kann. Dieser Mechanismus schützt zudem enterische Neuronen durch eine Umstrukturierung der extrazellulären Matrix und stellt somit ein potenzielles neues Therapieziel dar. Die Darm-Hirn-Achse und der Einfluss des Mikrobioms Die aktuelle Forschung unterstreicht zudem die Bedeutung der bidirektionalen Kommunikation zwischen Darm und Gehirn. Eine Studie der Universität Padua vom Mai 2026 konnte an Tiermodellen belegen, dass bestimmte Substanzen wie BSSG (?-Sitosterol-?-D-Glucosid) zunächst Entzündungen und ein Ungleichgewicht der Darmflora (Dysbiose) auslösen, bevor neurodegenerative Prozesse auftreten. Dies deutet darauf hin, dass Veränderungen im Darm eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems spielen könnten. Anzeige Ob Gelenkschmerzen, Erschöpfung oder Verdauungsprobleme – oft stecken unentdeckte Entzündungsprozesse hinter den Beschwerden. Erfahren Sie in diesem kompakten Leitfaden, wie Sie mit neun goldenen Ernährungsregeln Ihre Vitalität zurückgewinnen. Kostenlosen Ratgeber zur antientzündlichen Ernährung sichern Weitere Untersuchungen, unter anderem von Forschenden der Duke-NUS Medical School, befassten sich mit Indolen, die von Darmmikroben produziert werden. Diese Metaboliten scheinen in der Lage zu sein, die Aktivität im Gehirn zu beeinflussen und Angstzustände zu reduzieren. Ergänzend dazu zeigten Langzeitdaten der NHANES-Erhebung (2007-2018), dass bestimmte Ernährungsmuster und Mikrobiom-Scores mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für das zirkadiane Syndrom assoziiert sind. Fachleute betonen in diesem Zusammenhang die präventive Wirkung einer ballaststoffreichen Ernährung mit mindestens 30 Gramm pro Tag, um die mikrobielle Vielfalt und damit die allgemeine Gesundheit zu fördern.

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