Mordprozess Fabian in Rostock: Drei Kinder als Zeugen geladen
Stand: 03.09.2026 09:36 Uhr
Per Video sollen heute drei Kinder im Mordprozess zum Fall Fabian als Zeugen gehört werden. Angeblich sollen sie im Oktober 2025 in Güstrow wichtige Beobachtungen gemacht haben.
von Andreas Frost
Im Mordprozess zum Fall Fabian in Rostock hat der 26. Verhandlungstag begonnen. Drei Kinder stehen heute im Mittelpunkt. Das Landgericht will ein Mädchen und zwei Jungen als Zeugen vernehmen. Laut den Gerichtsakten hat das Mädchen im vergangenen Herbst bei der Polizei angegeben, es habe Fabian in Begleitung eines "arabischstämmigen Mannes" in Güstrow gesehen. Dies soll allerdings geschehen sein, als der Achtjährige - aus heutiger Sicht der Mordkommission - schon aus der Wohnung seiner Mutter entführt und vermutlich ermordet worden war.
Vernehmung per Video
Die beiden Jungen wollen Fabian ebenfalls in Güstrow zu einem Zeitpunkt gesehen haben, der nicht zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen passen soll. Die angeklagte Gina H. hatte in ihrer langen Aussage im August den Verdacht geäußert, die Ermittler seien bei der Fahndung nicht allen Hinweisen nachgegangen.
Die Kinder sollen nicht im Gerichtssaal in Rostock vernommen, sondern aus einem anderen Raum per Video zugeschaltet werden. Die Fragen des Gerichts, der Staatsanwälte, der Nebenklägerin und der Verteidiger wird ihnen allein der Vorsitzende Richter stellen. Auf diese Weise hat die 3. Strafkammer schon zwei Freunde Fabians als Zeugen vernommen.
32 Min
Im Podcast geht es um die Aussage einer Gefängnis-Psychologin, die erklärt, wie sich Gina H. in der Haftanstalt verhält.
Gina H. sieht sich als "Bauernopfer"
Im Gericht sollen außerdem weitere Sprach- und Textnachrichten vorgespielt beziehungsweise verlesen werden, die auf dem Handy der angeklagten Gina H. sichergestellt wurden. Am vergangenen Dienstag hatte die Gefängnis-Psychologin der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bützow als Zeugin berichtet, ihr gegenüber habe sich Gina H. mehrfach als unschuldig bezeichnet, dennoch gehe die Angeklagte davon aus, verurteilt zu werden.
Gina H. hatte schon vor ihrer Verhaftung in Sprachnachrichten an einen Bekannten gesagt, sie fürchte, ihr solle etwas angehängt werden. In ihrer Aussage vor Gericht am Montag voriger Woche bezeichnete sie sich selbst zudem als "Bauernopfer". Zu dieser Aussage insgesamt will sie am kommenden Donnerstag Fragen der Richterinnen und Richter sowie der Staatsanwälte beantworten. Dies hatte sie zunächst abgelehnt.
Fabian wurde erstochen
Der achtjährige Fabian war der Sohn des damaligen Ex-Freundes der Angeklagten, der sich im August 2025 von ihr getrennt hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, das Kind am 10. Oktober vergangenen Jahres aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow gelockt und an einem Tümpel bei Klein Upahl rund 15 Kilometer südlich von Güstrow erstochen zu haben. Später soll sie dorthin zurückgekehrt sein, um den Leichnam anzuzünden.
Die Staatsanwaltschaft unterstellt in ihrer Anklage, Gina H. habe geglaubt, Fabian sei bei ihrem Bestreben im Weg gewesen, die Beziehung mit Fabians Vater wieder aufnehmen zu können. Mit einem Urteil wird spätestens im Oktober gerechnet.
Im Mordprozess zum Tod des achtjährigen Fabian will die Angeklagte nun doch Fragen des Gerichts und der Staatsanwaltschaft beantworten.
Fall Fabian - Alle Podcast-Folgen
32 Min
Im Podcast geht es um die Aussage einer Gefängnis-Psychologin, die erklärt, wie sich Gina H. in der Haftanstalt verhält.
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Die Verteidigung brachte einen Social Media-Aufruf ins Gericht. Die Anwältin von Fabians Mutter bezweifelt die Echtheit.
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Im Podcast geht es darum, wie die Angeklagte am Tag des Mordes unterwegs war und wie sie die Ermittler angelogen hat.
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Die Angeklagte hat sich erstmals selbst zu den Vorwürfen geäußert und versucht, Zweifel an Zeugen zu säen.
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Der Richter droht mit einem Verbot von elektrischen Geräten. Auch wurden Videos gezeigt, wie Gina H. ihr Pferd schlägt.
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Gina H. war erbost und reagierte im Mordprozess am Landgericht Rostock mit einem kurzen Gefühlsausbruch.
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Warum so viele Zuschauer den Prozess im Gericht verfolgen, darüber sprechen wir mit der ZEIT-Journalistin Leonie Daumer.
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Im Podcast geht es um die Aussage des Psychotherapeuten von Gina H. Er erkannte eine instabile Persönlichkeitsstörung.
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Im Podcast geht diesmal um die Aussagen von Gina H., dass sie sich finanziell von Fabians Vater abhängig fühlte.
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Im Podcast: Ein Zeuge hat erzählt, ihm seien 5.000 Euro geboten worden, um eine Falschaussage zu machen.
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Zum ersten Mal seit seiner Befragung war Fabians Vater wieder im Gericht und hörte, was andere über die Gina H. sagten.
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Ein Team von Fallanalytikern hat den Tathergang rekonstruiert und Rückschlüsse zu einem Täter oder einer Täterin gezogen.
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Die Angeklagte sieht sich als Opfer eines Shitstorms. Das beklagte sie bei Fabians Vater kurz nach dem Tod des Kindes.
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Unter Tränen hat eine ehemalige Freundin von Gina H. ausgesagt. Sie wollte unbedingt ihre Sicht der Dinge loswerden.
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Ein Zeuge belastet die Angeklagte. Sie habe mit ihm ein Alibi abgesprochen. Und er war an der Leiche – vor der Polizei.
25 Min
Die Angeklagte war frühzeitig mit einem Bekannten am Fundort der Leiche. Wie er sagt, wurde er gezielt dort hingeführt.
30 Min
Die Angeklagte machte widersprüchliche Angaben. Wir ziehen ein Zwischenfazit und beantworten Hörer-Fragen.
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Am Gericht wurden die Ergebnisse der Obduktion gezeigt: Woran genau starb Fabian? Es ging auch um abgehörte Telefonate.
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Diesmal geht es um die Spurensuche am Leichenfundort und auch die Fotos der Spurensicherung von Fabins Leiche.
27 Min
Am siebten Verhandlungstag sind Analysen vorgestellt worden – zu Textilfasern, digitalen Daten und Blutspuren.
26 Min
Der Pick-up der Angeklagten stand erneut im Fokus. Auch die Brandspuren am Fundort der Leiche spielten eine Rolle.
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Gina H. hatte kurz nach dem Verschwinden Fabians gesagt, sie sei die ganze Zeit in ihrem Pferdestall gewesen. Das stimmte aber offenbar nicht.
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Am vierten Prozesstag wurden unter anderem Freunde von Fabian befragt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vater.
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Am dritten Prozesstag wird ausschließlich Fabians Vater befragt. Und er macht deutlich, dass er zur Angeklagten hält.
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Am zweiten Prozesstag wurden die Mutter und der Vater von Fabian befragt - sieben Stunden lang.
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Der gewaltsame Tod des Achtjährigen hat Deutschland aufgewühlt. Jetzt hat der Prozess mit der Anklageverlesung begonnen.
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Der gewaltsame Tod des Achtjährigen aus Güstrow im Herbst 2025 hat Deutschland aufgewühlt. Jetzt beginnt der Prozess.
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Dieses Thema im Programm:
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