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Mordprozess in Lüneburg: Landwirt gesteht Tötung seiner Ehefrau

Nation

Mordprozess gegen Landwirt: Mann räumt Tötung seiner Ehefrau ein

Stand: 10.08.2026 18:53 Uhr

Ein Landwirt aus Eimke hat im Mordprozess vor dem Landgericht Lüneburg die Tötung seiner Ehefrau und die schweren Angriffe auf seine beiden Söhne am Montag gestanden. Angeklagt ist der 56-Jährige wegen Mordes und versuchten Mordes.

Der Landwirt räumte ein, am 25. Februar seine Ehefrau auf dem eigenen Hof in Wichtenbeck in der Gemeinde Eimke (Landkreis Uelzen) umgebracht zu haben. "Es tut mir unfassbar leid", sagte der 56-Jährige vor Gericht. Der Beschuldigte gab weiterhin an, in einer psychischen Belastungssituation gehandelt zu haben. Nach einer schlechten Nachricht von der Spargelvereinigung sei ihm als einziger Ausweg ein Suizid erschienen. "Ich wollte sie mit in den Tod nehmen." Bei seiner Festnahme sei der Mann allerdings unverletzt gewesen.

Sohn stoppt Vater nach Angriff mit Eisenstange

Nach dem tödlichen Stich soll der Mann der Staatsanwaltschaft zufolge seinen jüngeren Sohn mit einer Eisenstange attackiert haben. Der ältere, zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alte Sohn sei daraufhin eingeschritten, um seinen Bruder zu schützen. Ihm gelang es, dem Vater die Eisenstange wegzunehmen. Beide Söhne erlitten bei der Attacke sehr schwere körperliche Verletzungen und posttraumatische Belastungsstörungen.

War der Landwirt schuldfähig? Drei Sachverständige sollen das klären

Möglicherweise ist die Schuldfähigkeit des Mannes krankheitsbedingt eingeschränkt. Die Staatsanwaltschaft geht eigenen Angaben zufolge von einer schweren depressiven Störung zum Zeitpunkt der Tat aus. Drei Sachverständige sollen klären, inwieweit der Angeklagte beeinträchtigt war. Der 56-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Ein Urteil könnte noch im August fallen.

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