Moskau: Flughafen Scheremetjewo nach Drohnen
Russlands größter Flughafen Scheremetjewo ist evakuiert und stundenlang gesperrt worden. Berichten zufolge wurden Passagiere und Mitarbeitende wegen Drohnenalarms in Sicherheit gebracht. Mehrere Reisende wurden dafür auch aus Flugzeugen geholt.
Während der Evakuierung war der Zugang zum Sicherheitsbereich aller Terminals nach Angaben des Flughafens eingeschränkt. Inzwischen sei der Drohnenalarm wieder aufgehoben, die Passagiere würden die Schutzräume verlassen, hieß es am Nachmittag.
Wegen ukrainischer Drohnenangriffe kommt es schon länger immer wieder zu Einschränkungen an den russischen Airports. Seit Wochen häufen sich die Probleme allerdings sehr: Flugzeuge kehren auf dem Weg nach Moskau um oder landen an anderen Flughäfen in Russland, Passagiere sitzen zeitweise fest.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem brutalen Angriffskrieg. Die Ukraine greift als Teil ihres Abwehrkampfes regelmäßig Ziele im russischen Hinterland an.
Russland und Ukraine tauschen Gefangene aus
Am Freitag wurde bekannt, dass beide Länder jeweils 270 Kriegsgefangene ausgetauscht haben. »270 unserer Leute sind zu Hause«, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Zu den Freigelassenen zählten seinen Angaben nach Soldaten der Streitkräfte, der Nationalgarde und anderer Einheiten sowie neun Zivilisten.
Der Austausch fand wie zuletzt üblich an einem Grenzübergang zwischen Belarus und der Ukraine statt. 270 russische Soldaten seien in Empfang genommen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Sie sollten in Russland medizinisch und psychologisch betreut werden.
Der Austausch von Gefangenen und die Rückgabe toter Soldaten ist einer der wenigen funktionierenden Gesprächsfäden zwischen den Kriegsparteien.
Im Verteidigungskrieg gegen Russland setzt die Ukraine verstärkt auf Drohnen. Sie werden nicht nur Richtung russische Flughäfen, sondern auch zu Raffinerien und Ölhäfen geschickt. Die Folge: eine massive Benzin- und Kerosinkrise. Lesen Sie hier mehr zur ukrainischen Drohnenstrategie.