MotoGP-Liveticker Australien: Wetter zu schlecht! Alle Rennen abgesagt
Nachdem die Rennaction heute komplett ausgefallen ist, müssen Fans zum Glück nicht lange ausharren. Denn schon nächste Woche steht der nächste Grand Prix in Sepang/Malaysia an. Dort erwarten die Fahrer ganz andere Bedingungen, nämlich Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit.
Wir verabschieden uns für heute aus unserem MotoGP-Liveticker. Eine neue Ausgabe gibt es pünktlich zu den ersten Freien Trainings am Freitag in Sepang!
Die Ära Phillip Island in der MotoGP geht damit ohne ein finales Hauptrennen zu Ende. Die Königsklasse gastierte seit 1989 auf der australischen Rennstrecke. Der erste Grand Prix wurde von Lokalheld Wayne Gardner auf Honda gewonnen.
Allerdings wurde der Australien-Grand-Prix nicht durchgehend dort ausgetragen: Von 1991 bis 1996 fand er in Eastern Creek bei Sydney statt. 1997 kehrte die Motorrad-WM dauerhaft nach Phillip Island zurück. Die meisten Sieg auf Phillip Island feierten Valentino Rossi und Casey Stoner mit jeweils sechs, gefolgt von Marc Marquez mit vier Siegen.
Diese Bestmarken bleiben bestehen: Fabio Quartararo stellte 2025 mit 1:26.465 Minuten den Streckenrekord auf. Die schnellste Rennrunde gelang Marc Marquez 2024 in 1:27.765 Minuten. Enea Bastianini erreichte 2025 auf seiner Ducati eine Höchstgeschwindigkeit von 358,8 km/h. In der MotoGP-Ära seit 2002 war Honda mit neun Siegen der erfolgreichste Hersteller.
Fotostrecke: MotoGP Australien: Sieger und Podien seit 2010
In der Geschichte der MotoGP kam es bisher nur extrem selten vor, dass bereits gestartete Rennwochenenden am Renntag selbst komplett abgesagt werden mussten. Das letzte Mal war das in Silverstone 2018 der Fall. Wegen extremer Regenfälle wurden damals alle Rennen am Sonntag ersatzlos gestrichen.
Auf Phillip Island haben Absagen und Verschiebungen haben fast schon Tradition. Bereits 2023 musste das Hauptrennen wegen Sturmwarnungen auf den Samstag vorgezogen werden. Der auf den Sonntag verlegte Sprint musste wegen zu heftiger Windböen schließlich komplett gestrichen werden.
Fotostrecke: Verschiebungen und Absagen in der MotoGP
Auf der Start-Ziel-Geraden stehen zum Abschied noch einmal alle MotoGP-Bikes aufgereiht. Neben vielen Fahrern haben sich dort auch die Streckenhelfer versammelt.
Besonders bitter ist die Absage für Lokalheld Jack Miller, dessen letzter Heim-Grand-Prix in der Königsklasse ins Wasser fällt. Seine Yamaha M1 in einer gelb-grünen Speziallackierung kann er auf der Demorunde, die das Feld in diesem Moment hinter dem Saftey-Car absolviert, aber trotzdem noch präsentieren.
Der abgesagte Grand Prix hat auch Auswirkungen auf den engen WM-Kampf. Vor allem Jorge Martin könnte die Situation in die Karten spielen. Nach seinem Sturz im gestrigen Sprint und der Verletzung hätte er ohnehin nicht antreten können.
Da das Rennen nun ausfällt, kann Marc Marquez aber keine weiteren Punkte auf ihn gutmachen. Sein Vorsprung bleibt bei vorerst zehn Punkten. Martins Ziel wird es sein, beim nächsten Grand Prix in Malaysia wieder dabei zu sein, um den Titelkampf möglichst offen zu halten, nachdem klar ist, dass er nicht operiert werden muss.
Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Nach den Rennen der Moto3 und Moto2 ist auch der MotoGP-Grand-Prix auf Phillip Island abgesagt. Grund sind die eingeschränkten Sichtverhältnisse, die den Einsatz des medizinischen Rettungshubschraubers verhindern.
Zum Abschied von der traditionsreichen Strecke werden die MotoGP-Fahrer dennoch eine Runde hinter dem Safety-Car drehen und auf der Start-Ziel-Geraden anhalten, um sich von den Fans zu verabschieden. Die Boxengasse soll dafür um 15:45 Uhr Ortszeit öffnen.
MotoGP-Renndirektor Graham Webber erklärt, warum der Rennbetrieb auf Phillip Island weiterhin nicht aufgenommen werden kann. Aufgrund des schlechten Wetters sowohl auf der Insel als auch in Melbourne kann der Rettungshubschrauber derzeit nicht starten.
Für die Freigabe müsse an beiden Standorten ein Wetterfenster von rund 60 Minuten gewährleistet sein. Da das nächstgelegene Krankenhaus mit dem Auto mehr als 45 Minuten entfernt ist, schreibt das Sicherheitskonzept den Einsatz des Hubschraubers vor. "Wir müssen sicherstellen, dass wir im Notfall einen Fahrer schnell ins Krankenhaus bringen können", betont Webber. Die Entscheidung sei daher allein von den Wetterbedingungen abhängig.
WM-Leader Manuel Gonzalez kann die Absage des Moto2-Rennens auf Phillip Island nachvollziehen und stellt die Sicherheit in den Vordergrund. Schon die Wetterprognosen hätten den heftigen Sturm angekündigt. "Vor drei Jahren sind wir unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen auf die Strecke gegangen, und das war ein enormes Risiko, vor allem wegen des Windes."
Im Titelkampf sieht Gonzalez die Absage für sich persönlich als Vorteil: "Ich glaube, ich bin derjenige, der am wenigsten verliert, wenn heute nicht gefahren wird." Im Regen sehe er sich nicht in der Lage, um den Sieg zu kämpfen. Als WM-Führender sei eine abgesagte Rennrunde für ihn deshalb vor allem eines: "Ein Risiko weniger."
Die Wetterbedingungen auf Phillip Island sorgen für weitere Änderungen im Zeitplan. Nachdem bereits das Moto3-Rennen abgesagt wurde, steht nun auch fest, dass das Moto2-Rennen nicht stattfinden wird.
Die Boxengasse für den MotoGP-Grand-Prix soll nach dem neuesten vorläufigen Zeitplan frühestens um 16 Uhr Ortszeit - 6 Uhr bei uns - öffnen mit dem Ziel, dass der Grand Prix um 16:30 Uhr startet. Ob das Rennen tatsächlich gestartet werden kann, hängt aber weiterhin von einer Verbesserung der Sichtverhältnisse ab.
Jetzt ist es offiziell: Das Moto3-Rennen beim Australien-GP auf Phillip Island fällt aus. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse kann der Rettungshubschrauber nicht starten, weshalb die Verantwortlichen die Absage beschlossen haben.
Weitere Informationen zum vorläufigen Zeitplan für das MotoGP-Rennen sollen wie angekündigt um 14 Uhr Ortszeit (4 Uhr unserer Zeit) folgen.
Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass das Moto3-Rennen heute definitiv nicht mehr stattfinden wird. Laut Sky Italia ist es abgesagt. Das MotoGP-Rennen soll demnach, sofern es die Bedingungen zulassen, um 5 Uhr unserer Zeit starten, das Moto2-Rennen ist für 7 Uhr angesetzt. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Während wir in Australien weiter auf fahrende MotoGP-Motorräder warten müssen, kamen die Formel-1-Fans beim Grand-Prix-Wochenende in Austin in den Genuss einer besonderen Demofahrt. Am Samstag drehten Dani Pedrosa auf einer KTM, Superbike-Weltmeister Nicolo Bulega auf einer Ducati sowie die MotoGP-Testfahrer Andrea Dovizioso (Yamaha) und Lorenzo Savadori (Aprilia) auf dem Circuit of The Americas ihre Runden.
Die rund 20-minütige Show fand vor dem dritten Freien Training der Formel 1 bei bestem Sommerwetter statt. Mit der Aktion wollen die Verantwortlichen die Königsklasse des Motorradsports einem großen US-Publikum näherbringen.
Und die nächste Verzögerung trudelt ein. Da die schlechten Sichtverhältnisse den Einsatz des Rettungshubschraubers weiterhin verhindern, wird es definitiv keinen Streckenbetrieb vor 15 Uhr Ortszeit (5 Uhr unserer Zeit) geben. Sobald die Bedingungen einen sicheren Rennbetrieb zulassen, soll zunächst das MotoGP-Rennen gestartet werden. Eine weitere Aktualisierung zur Lage ist für 14 Uhr Ortszeit angekündigt.
In der Zwischenzeit gibt es Neuigkeiten an der Fahrerfront für den anstehenden Grand Prix von Malaysia in einer Woche. Fermin Aldeguer muss nach seiner in Indonesien erlittenen Verletzung weiter pausieren und wird auch in Malaysia nicht starten können. Die Genesung des Gresini-Piloten dauert länger als erhofft. Wie bereits in Australien wird Iker Lecuona als Ersatzfahrer einspringen.
Gute Nachrichten gibt es dagegen bei Joan Mir: Der Honda-Pilot steht vor seiner Rückkehr und soll in Sepang wieder an den Start gehen. Mir hatte zuletzt aufgrund anhaltender körperlicher Probleme pausieren müssen.
Das nächste Update verhießt nichts Gutes: Da sich bei den Sichtverhältnissen vorerst keine Besserung abzeichnet, wird der Streckenbetrieb frühestens um 13 Uhr Ortszeit (3 Uhr unserer Zeit) aufgenommen. Das MotoGP-Warm-up wurde abgesagt. Eine weitere Aktualisierung zur Wetterlage und zum weiteren Ablauf soll um 12:30 Uhr Ortszeit folgen. Ob die Rennen wie geplant stattfinden können, bleibt damit vorerst offen.