MotoGP-Liveticker Mandalika: Fernandez feiert Premierenpole vor Bezzecchi
Im ersten Quali-Abschnitt sichert sich Scott Ogden mit 1:37.736 Minuten die Bestzeit vor Hakim Danish, David Munoz und Leo Rammerstorfer, die allesamt nachträglich in Q2 einziehen. Valentin Perrone steigert sich spät auf Rang fünf, verpasst den Cut am Ende nur um drei Tausendstel.
Ryota Ogiwara und Eddie O'Shea stürzen im Laufe der Session, Ogiwara mit einem heftigen Highsider. Sie bleiben auf den Plätzen sechs und sieben hängen.
Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia/1.): "Ich war hier schon so oft ganz knapp an der Poleposition dran. Seit gestern fühle ich mich auf dem Motorrad sehr wohl, und heute Morgen war das Gefühl ebenfalls richtig gut. Ehrlich gesagt hatte ich nicht ganz dasselbe Gefühl wie gestern. Aber ich denke, das Wetter und die Streckenbedingungen sind auch nicht dieselben. Trotzdem wissen wir, wozu wir in der Lage sind."
"Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben und nicht nervös zu werden. Als ich gesehen habe, dass Martin und Marc hinter mir waren, wollte ich einfach mein Ding machen. Ich habe mich darauf konzentriert, Druck zu machen und gleichzeitig entspannt zu bleiben. Offenbar hat es hier funktioniert. Jetzt haben wir eine richtig gute Gelegenheit. Also versuchen wir, das zu genießen und um den Sieg zu kämpfen."
Marco Bezzecchi (Aprilia/2.): "Ich bin sehr zufrieden. Heute Morgen im zweiten Freien Training haben wir gute Arbeit geleistet, und auch im Qualifying hatte ich ein gutes Gefühl auf dem Motorrad. Leider hatte ich im zweiten Stint eine gelbe Flagge, aber ich bin wirklich sehr glücklich und zufrieden. Das ist eine sehr gute erste Startreihe für den Sprint heute Nachmittag, aber auch für morgen. Versuchen wir, noch ein paar weitere Schritte nach vorne zu machen und ein gutes Sprintrennen zu fahren."
Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati/3.): "Eine fantastische Leistung des gesamten Teams. Angefangen bei der Physiotherapie, die es mir ermöglicht hat, hier nahezu bei 100 Prozent anzukommen. Das ist großartig. Aber auch die gesamte Crew hat hervorragende Arbeit geleistet. Wir haben sehr hart daran gearbeitet, hier ein möglichst perfektes Set-up zu finden. Seit ich auf der Strecke bin, ist mein Gefühl wirklich gut."
"Ich wollte heute an meinem 28. Geburtstag unbedingt eine 1:28er-Zeit fahren. Ich war ganz knapp dran, aber auch eine 1:29 ist nicht schlecht. Deshalb bin ich mit dieser ersten Startreihe sehr zufrieden. Heute war das eine großartige Leistung."
In den Schlussminuten ändert sich nichts mehr: Fernandez feiert seine erste Pole vor Aprilia-Markenkollege Bezzecchi. Di Giannantonio komplettiert Reihe eins als bester Ducati-Fahrer. Marc Marquez führt die zweite Reihe vor Martin und Aldeguer an.
Ogura beendet das Qualifying als Siebter und teilt sich Reihe drei mit Alex Marquez und Acosta. Dahinter folgen Bagnaia, Morbidelli und Quartararo.
Aldeguer ist gestürzt und sorgt für gelbe Flaggen. Das macht Bezzecchis Angriffs zunichte. Er hat noch einen Versuch. Zu schlagen gilt es 1:28.852 Minuten.
Di Giannantonio legt eine starke Runde hin und schiebt sich auf Rang drei in die erste Reihe. Damit ist Marc Marquez nur noch Vierter, während Bezzecchi einen weiteren Angriff auf die Pole unternimmt. Wer hat am Ende die Nase vorn?
Martin bricht seine erste Runde ab. Marc Marquez wird er dadurch aber nicht los. Im nächsten Versuch geben beide Gas - und Marquez ist schneller! Er bleibt Dritter, während sich Martin auf Platz vier einreiht. Vorne verdrängt Fernandez Bezzecchi mit einer neuen Bestzeit von der Spitze.
Marc Marquez rückt für den zweiten Run direkt hinter Martin aus. Er weiß, dass der Spanier eine gute Runde braucht, und nutzt ihn deshalb als Referenz.
Bezzecchi fährt auf seiner zweiten fliegenden Runde die erste 1:28er-Zeit an diesem Samstag und führt vor Fernandez und Marc Marquez, der als Erster wieder an die Box abgebogen ist. Di Giannantonio, Alex Marquez und Acosta bilden für den Moment die zweite Reihe. Martin hat als Siebter Rückstand.
Im Vorjahr ging die Pole in Mandalika mit Aldeguer noch an einen Ducati-Piloten. Doch nach den Trainings ist schwer davon auszugehen, dass der Kampf um den Spitzenplatz eine Aprilia-Angelegenheit wird. Die Frage ist, welcher Aprilia-Pilot sich durchsetzen wird.
Rins ist der Einzige, der sich in der Schlussphase noch steigern kann. Doch es reicht nicht. Als Dritter fehlt ihm am Ende eine Zehntel auf Ogura, der sich trotz Sturz auf Platz zwei hält. Aldeguer toppt die Session und zieht mit Ogura nachträglich in Q2 ein.
Bastianini beendet Q1 als Vierter, gefolgt von Marini, Binder, Miller, Vinales, Razgatlioglu, Zarco, Moreira und Espargaro. Moreira sorgt in Kurve 1 für einen weiteren Sturz.
Mit Bastianini liegt der nächste Fahrer im Kies. Das sorgt erneut für gelbe Flaggen und stört die Zeitenjagd. Noch liegt Aldeguer weiterhin vor Ogura.
Zurück auf der Strecke stürzt Zarco ein zweites Mal. Auch diesmal kann der LCR-Pilot weiterfahren. Jetzt muss er durchziehen. Kurz darauf werden auch Miller und Ogura gecrasht vermeldet. Und für Ogura könnte sich das rächen. Aldeguer hat ihn von der Spitze verdrängt. Als Zweiter sitzt er jetzt auf dem Schleudersitz.
Nach dem ersten Run liegt Ogura mit einer Zeit von 1:29.729 Minuten vorn. Aldeguer hält Rang zwei vor Rins, Marini und Binder auf den weiteren Plätzen. Zarco ist nach seinem Sturz an die Box abgebogen und noch ohne Rundenzeit.