MotoGP-Liveticker Sachsenring: Schlüsselbeinbruch bei Bezzecchi!
Damit ist alles angerichtet für das erste von zwei Rennen der Königsklasse MotoGP. Wie bereits erwähnt, geht der Sprint aufgrund der Verletzung von Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi nur mit 20 Teilnehmern über die Bühne. Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) fehlt aufgrund seines Assen-Sturzes ohnehin schon am gesamten Sachsenring-Wochenende. Ivan Ortola (MSI-Kalex), der im Vormittagstraining Rundenrekord gefahren hat, verbessert seine eigene Bestmarke noch. Der von ihm im Q2-Segment des Qualifyings aufgestellte Moto2-Rundenrekord auf dem Sachsenring steht nun bei 1:21.493 Minuten. Damit hat Ortola seine erste Moto2-Pole sicher. Sein erster Verfolger ist allerdings gerade mal 0,038 Sekunden langsamer. Als Polesetter hat Ortola am Sonntag den aktuellen Tabellenführer Manuel Gonzalez (Intact-Kalex) sowie Izan Guevara (Pramac-Boscoscuro) neben sich in der ersten Startreihe. Die zweite Startreihe belegen Daniel Holgado, Senna Agius und Alex Escrig. Hingegen kommt Sergio Garcia nach einem frühen Sturz auf überhaupt keine Q2-Zeit. Der Gresini-Pilot, der über das Q1-Segment kam, startet somit am Sonntag von der 18. Position ins Rennen. - zum Ergebnis © Mirco Lazzari gp / Getty Images Im Q1-Segment des Moto2-Qualifyings setzt sich Luca Lunetta (SpeedRS-Boscoscuro) mit 1:22.269 Minuten durch und ist damit einer der vier Piloten, die auch im Q2-Segment ausrücken werden. Derweil vergibt Lunettas Teamkollege Celestino Vietti die Chance auf den Q2-Einzug mit einem späten Ausrutscher nach Verbremser in Kurve 1. Abgesehen von Lunetta kommen Sergio Garcia (Gresini-Kalex; 2.), Jose Antonio Rueda (Ajo-Kalex; 3.) und Alberto Ferrandez (Pramac-Boscoscuro; 4.) weiter. Während Garcia 0,081 Sekunden langsamer ist als Lunetta, ist Rueda sogar nur eine Tausendstelsekunde langsamer als Garcia. Damit geht es in der Moto2-Klasse ähnlich eng zu wie schon im Moto3-Qualifying. Brian Uriarte (Ajo-Kalex) sichert sich mit knappem Vorsprung die Moto3-Pole für den Deutschland-Grand-Prix, was für den 17-jährigen Spanier die erste Pole in der Weltmeisterschaft ist. Es ging extrem eng zu. Uriartes Q2-Bestzeit von 1:24.880 Minuten ist gerade mal 0,024 Sekunden schneller als die Zeit von Marco Morelli, der wiederum die Winzigkeit von 0,005 Sekunden schneller ist als Hakim Danish. Somit starten am Sonntag drei Rookies aus der ersten Reihe. WM-Spitzenreiter Maximo Quiles hat es nach dem Umweg über das Q1-Segment noch auf den vierten Startplatz geschafft. Er nimmt das Rennen gemeinsam mit seinem ersten Verfolger in der Punktewertung - Alvaro Carpe - und mit Rico Salmela aus der zweiten Reihe in Angriff. - zum Ergebnis © Gold and Goose Photography / Getty Images Im Q1-Segment des Moto3-Qualifyings schafft WM-Spitzenreiter Maximo Quiles (Aspar-KTM) mit P2 den nachträglichen Q2-Einzug. Er ist einer von vier Piloten, denen der nachträgliche Einzug ins entscheidende Qualifying-Segment gelingt. Die anderen drei: Casey O'Gorman (SIC58-Honda), der mit 1:25.739 Minuten die Q1-Bestzeit fährt, außerdem Adrian Fernandez (Leopard-Honda; 3.) und Adrian Cruces (CIP-KTM; 4). Leo Rammstorfer (SIC58-Honda; 7.) sichert sich den 21. Startplatz. Für den Österreicher ist es das beste Qualifying-Ergebnis seit dem Grand Prix von Brasilien in Goiania im März, wo er als 17. gestartet ist. Für Marco Bezzecchi, der die MotoGP-Gesamtwertung 2026 zu Saisonbeginn lange angeführt hatte, ist es nun der vierte - und heftigste - Rückschlag hintereinander. Im Grand Prix von Ungarn im Balaton Park wurde Bezzecchi unverschuldet in den Startcrash verwickelt, den Aprilia-Teamkollege Jorge Martin ausgelöst hatte. Am Grand Prix von Tschechien in Brünn durfte Bezzecchi nicht teilnehmen, weil er nach seinem Sturz im Sprint einen Sportwart geohrfeigt hatte. Im Grand Prix der Niederlande in Assen ist Bezzecchi bei hohem Tempo gestürzt und mit viel Gück einer Verletzung entkommen. Der Highsider im Q2-Segment des Qualifyings zum Grand Prix von Deutschland hat für ihn jetzt allerdings in der Tat eine Verletzung zur Folge. Wie lange Bezzecchi mit seinem Schlüsselbeinbruch ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Der Deutschland-Grand-Prix an diesem Wochenende ist das letzte Rennen vor der MotoGP-Sommerpause. Das nächste Rennen ist der Grand Prix von Großbritannien in Silverstone in vier Wochen (8./9. August). Will Bezzecchi WELTMEISTER werden, muss DAS endlich aufhören! Marco Bezzecchi hat in den vergangenen Rennwochenenden einige herbe Rückschläge einstecken müssen. Fällt er jetzt in ein Tief? Weitere Motorrad-Videos Mit der Verletzung von Marco Bezzecchi steht fest, dass der Sprint um 15:00 Uhr mit nur 20 Teilnehmern über die Bühne gehen wird. Dabei wird erstmals die Neuregelung für die Startaufstellung, konkret die größeren Abstände zwischen den einzelnen Startreihen, angewandt. Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet, Marco Bezzecchi hat sich bei seinem Highsider im Qualifying verletzt. Das offizielle Statment von Aprilia dazu lautet: "Nach dem Sturz wurde Marco Bezzecchi in das Medical-Center der Rennstrecke gebracht, wo er unter der Aufsicht des leitenden MotoGP-Arztes Doktor Angel Charte einer Röntgenuntersuchung unterzogen wurde. Diese hat eine vollständige und verschobene Fraktur des linken Schlüsselbeins ergeben. Diese Art von Fraktur erfordert für eine optimale Genesung einen chirurgischen Eingriff, der von Doktor Giuseppe Porcellini in Italien durchgeführt wird. Marco Bezzecchi plant, so bald wie möglich nach Italien zurückzukehren." Marco Bezzecchi befindet sich nach seinem Q2-Highsider im Medical-Center der Strecke. Dort wird er vor allem am linken Arm untersucht. Diesen trug er auf dem Weg ins Medical-Center in einer Schlinge. Eine Verletzung wäre das letzte, was der inzwischen ehemalige WM-Spitzenreiter jetzt gebrauchen könnte ... Marc Marquez (Ducati; 1.) "Gestern habe ich die Zeitenjagden ein bisschen analysiert und festgestellt, dass es mit dem weichen Vorderreifen geht, aber nur für eine Runde. Schon in der zweiten Runde spürte ich einen Leistungsabfall. Aus diesem Grund haben wir mit dem Team die perfekte Strategie für drei Zeitattacken ausgearbeitet. Das Team war gestern etwas überrascht, als ich ihnen sagte, dass ich drei Angriffe fahren wolle, aber ja, mein Timing war gut genug. Ich denke, es war die richtige Strategie. Das Ziel war die erste Startreihe, aber die Pole und vor allem der Streckenrekord hier am Sachsenring im letzten Jahr, in dem wir noch mit den 1.000ern fahren, das ist großartig!" Alex Marquez (Gresini-Ducati; 2.): "Als ich sah, dass ich auf Platz 2 lag, habe ich nachgeschaut, wer Erster ist - das war Marc. In diesem Moment war ich zwar enttäuscht, aber trotzdem froh, Marc und mich wieder ganz oben zu sehen. Also ja, ich bin sehr glücklich. Ich glaube, wir haben heute Vormittag einen wirklich wichtigen Schritt nach vorne gemacht, was das Fahrgefühl angeht, vor allem das Gefühl für das Vorderrad." Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati; 3.) "Ich freue mich wirklich sehr, dass wir die erste Startreihe erreicht haben. Gerade jetzt mit den neuen Abständen ist es meiner Meinung nach extrem wichtig, ganz vorne zu starten. Ich bin viel mehr enttäuscht über den verlorenen Streckenrekord als über die Platzierung selbst. Nein, Spaß beiseite, ich bin wirklich glücklich." Siebtschnellster im Q2-Segment ist Franco Morbidelli (VR46-Ducati). Während er den Sprint am Samstagnachmittag von P7 starten wird, muss er am Sonntagnachmittag in der Startaufstellung für den Grand Prix drei Plätze nach hinten. Grund für die Gridstrafe: Im Training am Freitag stand Morbidelli auf einer schnellen Runde Pedro Acosta (KTM) im Weg. Marco Bezzecchi (Aprilia) schließt das Qualifying nach seinem Q2-Highsider auf P8 ab, gefolgt von Teamkollege und WM-Spitzenreiter Jorge Martin. Die letzten drei Q2-Positonen belegen Pedro Acosta, Francesco Bagnaia und Jack Miller. Die beiden Trackhouse-Aprilia-Piloten Raul Fernandez und Ai Ogura qualifizieren sich für die Startplätze vier und fünf und damit für die zweite Startreihe. Aus dieser werden sie im Sprint und auch im Grand Prix gemeinsam mit Fabio Quartararo (Yamaha; 6.) loslegen. Die letzten Minuten ändern an der Bestzeit für Marc Marquez nichts mehr. Der Sachsenring-Spezialist sichert sich die Pole für den Deutschland-Grand-Prix 2026. Zweitschnellster ist Bruder Alex Marquez (Gresini-Ducati) mit einem Rückstand von 0,061 Sekunden. VR46-Pilot Fabio Di Giannantoino sorgt für drei Ducati GP26 in der ersten Startreihe.