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MotoGP-Liveticker Silverstone: Raul Fernandez führt Aprilia-Trio an

Sport

Nach dem Silverstone-Wochenende folgt in der MotoGP erneut eine etwas längere Pause von zwei rennfreien Wochenenden. Weiter geht es vom 28. bis 30. August in Aragon. Bis dahin halten wir Dich in unserer Motorrad-Rubrik wie immer mit den wichtigsten Reaktionen und News auf dem Laufenden. Die nächste Ausgabe unseres Livetickers folgt dann am Trainingsfreitag im Motorland. Bis dahin!

Zum Abschluss dieses Renntages trudelt noch eine späte Strafe ein: Fabio Quartararo wird mit einer 16-Sekunden-Strafe belegt. Grund ist ein technischer Verstoß bei der Überwachung des Reifendrucks: Der Sensor des Vorderreifens war nicht korrekt im Empfänger der Yamaha hinterlegt, weshalb während des Rennens keine gültigen Daten aufgezeichnet wurden.

Da die Reifendrucksensoren und die Aufzeichnung der Daten in der MotoGP verpflichtend sind, greifen die Rennkommissare durch. Quartararo verliert durch die Zeitstrafe den zwölften Platz und fällt aus den Punkterängen.

Aprilia hat in Silverstone an diesem Wochenende seine eigene Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Der heutige Dreifachsieg ist bereits der dritte der laufenden MotoGP-Saison nach Le Mans und Assen. Mit Raul Fernandez' Erfolg feiert Aprilia außerdem den siebten Saisonsieg und den 15. Grand-Prix-Sieg in der MotoGP-Königsklasse. Zudem ist es der 309. Sieg für Aprilia in der Geschichte der Motorrad-WM.

Besonders bemerkenswert: Mit Fernandez hat nun jeder Aprilia-Pilot im aktuellen MotoGP-Feld in dieser Saison mindestens einen Grand Prix gewonnen. In der WM bleiben mit Jorge Martin, Marco Bezzecchi und Ai Ogura zudem weiterhin drei Aprilia-Fahrer an der Spitze. Das gab es vor diesem Wochenende noch nie.

Fotostrecke: Alle Sieger der MotoGP-Saison 2026

Fotostrecke: MotoGP Großbritannien: Sieger und Podien seit 2010

Der Großbritannien-Grand-Prix lockte an diesem Wochenende insgesamt 105.885 Zuschauer nach Silverstone. Bereits vor dem Rennwochenende wurden 27.137 Fans gezählt. Am Samstag kamen 35.663 hinzu, am Sonntag waren es 43.085 Zuschauer.

Damit blieb man unter den Erwartungen. Im Vorjahr verzeichnete das MotoGP-Event an seinem Mai-Termin knapp 100.000 Vor-Ort-Zuschauer. Von der Rückkehr in den August hatte man sich ein höheres Plus gegenüber 2025 versprochen.

Der Sonntag in Silverstone endet mit dem zweiten Rennen des Bagger-World-Cups und einem Sieg von Archie McDonald. Der Polesetter verliert die Führung am Start nur kurz, gibt diese dann aber nicht mehr ab. Eric Granado, der zwischenzeitlich ziemlich Druck macht, muss sich mit Platz zwei begnügen. Jordi Torres komplettiert das Podest.

Oscar Gutierrez wird Vierter. Samstagssieger Bradley Smith kommt diesmal nicht über Platz fünf hinaus. Andrea Iannone läuft als Sechster ein.

In der Gesamtwertung führt Granado mit 147 Punkten vor McDonald (142) und Gutierrez (128). Damit liegen die Top 3 innerhalb von nur 19 Zählern. Noch zwei Rennwochenenden mit jeweils zwei Rennen in Aragon und Spielberg stehen aus.

David Almansa (IntactGP-KTM/1.): "Mir fehlen gerade die Worte. Ich habe sehr gelitten, um wieder hierherzukommen. Ich kann eigentlich nur meiner Familie, meinen Freunden und natürlich auch dem Team danken."

"Mir fehlen wirklich die Worte. Ich habe 200 Prozent gegeben, um das Rennen auf Platz eins zu beenden. Jetzt bin ich zurück und werde wieder 100 Prozent geben, um die Meisterschaft am Ende in der bestmöglichen Position abzuschließen."

Alvaro Carpe (Ajo-KTM/2.): "Es war ein unglaublich harter Kampf. Der schwierigste Fahrer zum Überholen war Petito [Adrian Fernandez], weil er auf den Geraden sehr stark war. In den Kurven hat er außerdem ziemlich hart gebremst. Gleichzeitig hatte er ein bisschen Probleme mit dem Tempo. Aber wir haben es geschafft, in diesem sehr schwierigen Rennen Zweiter zu werden. Auch Almansa hatte eine sehr gute Pace, Brian [Uriarte] hat es uns schwer gemacht und Valentin [Perrone] hat ebenfalls sehr hart gekämpft."

"Ich muss ihnen gratulieren, denn sie haben ein gutes Rennen gefahren – und auch mir selbst, weil ich es geschafft habe, den zweiten Platz ins Ziel zu bringen. Mitten im Rennen habe ich angefangen zu spüren, dass das Motorrad auf den Geraden nicht mehr so viel Leistung hatte. Dadurch konnte ich beim Anbremsen nicht mehr so nah an den Fahrer vor mir herankommen. Aber es hat trotzdem gereicht. Ich bin sehr glücklich darüber. Glückwunsch an das Team, denn sie haben diesen Erfolg überhaupt erst möglich gemacht. Auch Danke an meine Familie und all meine Freunde."

Valentin Perrone (Tech3-KTM/3.): "Es war ein wirklich hartes Rennen. Das Tempo war extrem schnell und ich war ständig am Limit. Ich war die ganze Zeit kurz davor zu stürzen und habe darum gekämpft, den Anschluss an die Gruppe nicht zu verlieren."

"In der letzten Runde habe ich dann diese kleine Lücke gesehen und mir gesagt: 'Ich muss es versuchen.' Ich hatte in der letzten Zeit keine wirklich gute Phase und habe während des Sommers sehr viel trainiert, um wieder auf das Niveau vom Saisonbeginn zu kommen. Jetzt ist es an der Zeit, das Podium zu genießen, mich ein bisschen auszuruhen und mich auf Aragon vorzubereiten, um dort wieder alles zu geben."

Kelso führt die zweite Hälfte der Top 10 als Sechster an, gefolgt von Salmela, O'Shea, Pratama und Bertelle. Rios, O'Gorman, Pini, Gonzalez und Singhapong sichern sich die restlichen Punkteränge. Insgesamt kommen 19 Fahrer ins Ziel, mit Uriarte auf dem letzten Platz. Carraro stürzt spät, Yamanaka scheidet mit technischem Defekt aus.

Almansa hat seine Flucht nach vorn perfekt gesetzt und gewinnt am Ende mit einem recht deutlichen Vorsprung von sieben Zehntelsekunden. Uriarte stürzt in Kurve 6 der letzten Runde und kann im Kampf ums Podest nicht mehr mitreden.

Die restlichen Podestplätze gehen am Ende an Carpe und Perrone. Fernandez wird Vierter. Ihm fehlen nur 0,120 Sekunden aufs Podest. Esteban komplettiert die Top 5.

Die letzte Runde läuft und Almansa hat sich an der Spitze ein paar entscheidende Zehntel verschafft, um von den Verfolgern auf der Geraden nicht direkt wieder gefressen zu werden. Kann er diesen Vorteil bis ins Ziel retten?

Noch drei Runden und Almansas Führung gerät unter Druck. Uriarte setzt zu Beginn der 13. Runde die Attacke und geht vorbei. Lange kann er sich an der Spitze aber nicht halten. Im Windschatten ziehen Almansa und auch Fernandez wieder vorbei.

Zehn von 15 Runden sind absolviert. Noch 21 Fahrer sind im Rennen, denn auch Buchanan ist gestürzt ausgeschieden. Vorne macht Almansa das Tempo und kann sich jetzt etwas absetzen. Carpe, Fernandez, Uriarte, Esteban und Perrone befinden sich aber noch in Schlagdistanz. Entschieden ist hier nichts.

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