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MotoGP Motegi 2026: Marc Marquez besiegt Jorge Martin

Allgemein

(Motorsport-Total.com) - Marc Marquez hat den Grand Prix von Japan gewonnen und feierte in Motegi seinen vierten Sieg auf dieser Strecke. Der Ducati-Werksfahrer überholte in der elften Runde Jorge Martin (Aprilia) und sorgte damit für die Entscheidung. Martin konnte nicht mehr kontern und wurde Zweiter. Mit diesem Ergebnis verkürzte Marc Marquez seinen WM-Rückstand auf Martin auf zwei Punkte.

Für den Grand Prix über 24 Runden empfahl Michelin den harten Hinterreifen. Dieser war mit einer härteren Karkasse aufgebaut, aber mit der Gummimischung des weichen Reifens, der für den Sonntag zurückgezogen wurde.

Alle 22 Fahrer folgten der Empfehlung von Michelin. Im Gegensatz zum Sprint behauptete Martin von der Poleposition in Kurve 1 die Führung vor Marc Marquez. Marco Bezzecchi (Aprilia) folgte als Dritter.

Am Ende der ersten Runde lag Alex Marquez (Gresini-Ducati) vor Pedro Acosta (KTM) auf Platz vier. Als Auslöser des Unfalls im Sprint musste Alex Marquez zwei Long-Lap-Strafen absolvieren.

Acosta hatte in der Anfangsphase Probleme und wurde von Enea Bastianini (Tech3-KTM) und dem Trackhouse-Aprilia-Duo Raul Fernandez und Ai Ogura überholt. Nach zwei Runden war Acosta nur noch Achter.

In der fünften Runde absolvierte Alex Marquez seine erste Long-Lap-Strafe und fiel hinter Bastianini auf Platz fünf zurück. In der siebten Runde fuhr er die zweite Strafe und sortierte sich als Neunter wieder ein.

Nach dem ersten Renndrittel führte Martin weiterhin knapp vor Marc Marquez und Bezzecchi. Dieses Trio hatte sich schon von den Verfolgern abgesetzt. Aber Bezzecchi bekam zunehmend Mühe, den beiden Spaniern zu folgen.

Marc Marquez sorgt für die Entscheidung

In der achten Runde erhöhte Marc Marquez den Druck auf Martin und folgte der Aprilia wie ein Schatten. Die Attacke folgte in der elften Runde. Marc Marquez bremste sich in der Linkskurve 9 an Martin vorbei und übernahm die Führung.

Eine Runde später machte Martin in Kurve 9 einen kleinen Fehler und kam am Kurvenausgang etwas zu weit auf den Randstein. Dadurch hatte Marc Marquez einen kleinen Vorsprung von einer halben Sekunde.

Der Abstand zwischen den beiden Spaniern pendelte sich bei etwas mehr als einer halben Sekunde ein. In der 18. Runde fuhr Marc Marquez die schnellste Rennrunde. Martins Rückstand wuchs erstmals auf über eine Sekunde.

Das war die Entscheidung im Duell um den Sieg. Marc Marquez feierte seinen sechsten Saisonsieg. Mit dem Sieg im Sprint sammelte er in Japan die maximal möglichen 37 WM-Punkte.

"Natürlich war es sehr wichtig, zu versuchen, so nah wie möglich an die 37 Punkte heranzukommen!", sagt Marc Marquez. "Das haben wir geschafft, deshalb bin ich sehr glücklich."

"Das Rennen war hart, besonders als ich hinter Jorge lag. Aber ich wusste, dass die Pace gut ist, wenn ich einmal die Führung übernehme. Jorge hat versucht anzugreifen, aber ich habe die Pace dann noch einmal etwas erhöht."

"Das hat gereicht, um die letzten beiden Runden entspannter zu fahren." Martin wurde so wie vor zwei Wochen in Spielberg Zweiter. Es blieb bei seinem bisher einzigen Saisonsieg in Frankreich.

"Ich bin sehr glücklich über das Gefühl, das wir gefunden haben", sagt Martin nach dem Rennen. "Natürlich ist es nicht das Ergebnis, das ich wirklich wollte. Ich wollte gewinnen. Aber ich denke, dass es heute sehr schwierig war, Marc zu schlagen."

"Ich glaube, es war eines der Rennen, in denen ich nahezu perfekt gefahren bin. Ich war sehr geschmeidig unterwegs und hatte großes Vertrauen. Auch wenn ich nicht gewinnen konnte, kann ich Marc nur zu seinem Sieg gratulieren."

"Von meiner Seite bin ich wirklich sehr, sehr glücklich, weil wir ein gutes Gesamtpaket haben, mit dem wir den Rest der Saison kämpfen können. Ich freue mich sehr über das Podium hier in Japan."

Bastianini macht es zum Schluss spannend

In der Schlussphase machte es Bastianini noch einmal spannend. Er fuhr mehrere schnellste Runden und kam Bezzecchi immer näher. Für die letzte Runde hatte Bezzecchi nur noch drei Zehntelsekunden Vorsprung auf Bastianini.

Aber in Kurve 10 traf Bastianini den Scheitelpunkt nicht optimal und war dadurch für Kurve 11 nicht nahe genug dran, um ein Überholmanöver zu starten. Mit dem dritten Platz hat Bezzecchi in der WM-Wertung bereits 49 Punkte Rückstand (zur WM-Wertung).

Zwölf Sekunden hinter der Spitzengruppe setzte sich Raul Fernandez im Trackhouse-Duell um Platz fünf gegen Ogura durch. Sie hatten das gesamte Wochenende nicht den Speed des Aprilia-Werksteams.

Acosta kämpfte in der zweiten Rennhälfte mit dem Trackhouse-Duo, musste sich aber geschlagen geben und kam als Neunter ins Ziel. Vorjahressieger Francesco Bagnaia (Ducati) wurde Achter.

Die Top 10 komplettierten Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) und Luca Marini als bester Honda-Fahrer. Brad Binder (KTM) wurde Elfter. Fabio Quartararo war als Zwölfter der beste Yamaha-Fahrer.

Die weiteren Plätze in den WM-Punkterängen gingen an Ersatzfahrer Somkiat Chantra (LCR-Honda), Maverick Vinales (Tech3-KTM) und Franco Morbidelli (VR46-Ducati) (zum Ergebnis).

Das Pramac-Yamaha-Duo Toprak Razgatlioglu und Jack Miller belegte die Plätze 17 und 19. Dazwischen fuhr Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) als 18., der nach dem Unfall mit Alex Marquez im Sprint Schmerzen hatte.

In der neunten Runde schied Rookie Diogo Moreira (LCR-Honda) durch einen Sturz in Kurve 9 aus. Im Sprint hatte der Brasilianer als Zweiter noch sein erstes Podium gefeiert.

In der 19. Runde stürzten Alex Marquez und Miller unabhängig voneinander. Einen Umlauf später ging auch Johann Zarco (LCR-Honda) zu Boden. Es war sein vierter Sturz an diesem Wochenende. Miller und Zarco fuhren nach ihren Stürzen weiter.

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