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MotoGP-Qualifying Mandalika 2026: Raul Fernandez holt seine erste Pole

Allgemein

(Motorsport-Total.com) - Raul Fernandez hat sich in Mandalika seine erste Poleposition in der MotoGP gesichert. Im 95. Qualifying seiner Karriere fuhr der Trackhouse-Aprilia-Pilot eine Zeit von 1:28.852 Minuten und war damit der Schnellste.

Marco Bezzecchi (Aprilia) fehlten als Zweitem 0,109 Sekunden, Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) lag auf Rang drei 0,196 Sekunden zurück. Bei Sonnenschein herrschten auf dem Pertamina Mandalika Circuit heiße Bedingungen: Die Lufttemperatur betrug 29 Grad, der Asphalt erreichte 60 Grad Celsius.

Für Fernandez ist es ein besonderer Erfolg. Schon mehrfach hatte er im Qualifying in Reichweite der Poleposition gelegen, diesmal brachte er seine Runde ins Ziel. "Ich war hier schon so oft ganz knapp an der Poleposition dran", sagt der Spanier. Am Samstagmorgen habe sich das Motorrad allerdings etwas anders angefühlt als am Freitag.

Fernandez lässt sich von Marquez und Martin nicht aus der Ruhe bringen

Im entscheidenden Q2 bekam Fernandez mit Marc Marquez (Ducati) und Jorge Martin (Aprilia) prominente Konkurrenz. Als er die beiden hinter sich sah, konzentrierte er sich darauf, sein eigenes Programm durchzuziehen.

"Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben und nicht nervös zu werden", erklärt er. Er habe Druck machen wollen, ohne dabei die nötige Entspannung zu verlieren. Das gelang: Seine Zeit von 1:28.852 Minuten blieb bis zum Ende unerreicht.

Mit der Poleposition hat Fernandez eine gute Ausgangslage für den Sprint und den Grand Prix. Der Spanier will die Chance nutzen und auch im Rennen vorne mitmischen:

"Jetzt haben wir eine richtig gute Gelegenheit. Also versuchen wir, das zu genießen und um den Sieg zu kämpfen", sagt er. Hinter ihm stehen Bezzecchi und Di Giannantonio in der ersten Startreihe. Marc Marquez startet von Platz vier, Martin von Rang fünf.

Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) belegt Startplatz sechs vor Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) und Alex Marquez (Gresini-Ducati). Pedro Acosta (KTM) komplettiert die Top 9. Francesco Bagnaia (Ducati) startet von Platz zehn, gefolgt von Franco Morbidelli (VR46-Ducati) auf Rang elf und Fabio Quartararo (Yamaha) auf Platz zwölf.

Bezzecchi hadert mit gelber Flagge, Di Giannantonio mit seiner Zeit

Bezzecchi war mit seinem zweiten Platz zufrieden, auch wenn im zweiten Stint mehr möglich gewesen wäre. Eine gelbe Flagge machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Insgesamt habe sich das Motorrad aber gut angefühlt, nachdem das Team bereits im zweiten Freien Training am Morgen gute Arbeit geleistet hatte.

Für den Italiener ist die zweite Position eine gute Ausgangslage für den Sprint und den Grand Prix am Sonntag. "Versuchen wir, noch ein paar weitere Schritte nach vorne zu machen und ein gutes Sprintrennen zu fahren", sagt er.

Für Di Giannantonio war der dritte Platz ein passendes Geschenk zu seinem heutigen 28. Geburtstag. Der Italiener hatte sich für den Samstag eine Rundenzeit unter 1:29 Minuten vorgenommen. Mit 1:29.048 Minuten verfehlte er dieses Ziel nur knapp. "Ich wollte heute an meinem 28. Geburtstag unbedingt eine 1:28er-Zeit fahren. Ich war ganz knapp dran, aber auch eine 1:29 ist nicht schlecht", erklärt der VR46-Pilot.

Zufrieden war Di Giannantonio vor allem mit der Arbeit seiner Mannschaft. Die Physiotherapie habe ihm geholfen, nahezu bei 100 Prozent anzukommen. Auch bei der Abstimmung des Motorrads habe das Team viel investiert. "Seit ich auf der Strecke bin, ist mein Gefühl wirklich gut", erklärt er weiter. Die erste Startreihe sei deshalb eine starke Leistung der gesamten Crew.

Stürze in Q1, Toprak fährt mit ausgekugelter Schulter

Schon in Q1 kam es zu mehreren Stürzen. Johann Zarco (LCR-Honda) rutschte rund zwei Minuten nach Beginn der Session von der Strecke, stand wieder auf und setzte das Qualifying fort. Später stürzten Zarco und Jack Miller (Pramac-Yamaha) erneut, was weitere gelbe Flaggen auslöste.

Drei Minuten vor Schluss erwischte es Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) in Kurve 12. Für den Japaner wurde es damit eng: Er hatte nicht mehr genug Zeit, um an die Box zurückzukehren und auf sein Ersatzmotorrad zu wechseln. Er musste abwarten, ob seine zuvor gefahrene Zeit für den Einzug in Q2 reichen würde und hatte Glück.

Am Ende schafften es Ogura und Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) in die zweite Qualifying-Session. Enea Bastianini (KTM) und Diogo Moreira (LCR-Honda) stürzten kurz vor Schluss von Q1 ebenfalls, blieben aber unverletzt. In Q2 ging Aldeguer erneut zu Boden, diesmal rund zwei Minuten vor dem Ende.

Für Aufsehen sorgte auch Toprak Razgatlioglu (Pramac-Yamaha). Der Türke war im zweiten Freien Training per Highsider gestürzt und hatte sich dabei die Schulter ausgekugelt. Trotzdem saß er, mit frisch eingerenkter Schulter, rund 20 Minuten später wieder auf dem Motorrad und trat in Q1 an. Mit einer Zeit von 1:30.532 Minuten sicherte er sich Startplatz 19. Trotz der Verletzung ließ er damit noch drei Fahrer hinter sich.

Der MotoGP-Sprint in Mandalika startet heute um 09:00 Uhr MESZ.

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