MotoGP-Qualifying Phillip Island 2026: Marquez mit 1,5 Sekunden Vorsprung
(Motorsport-Total.com) - Im verregneten Qualifying für den Grand Prix von Australien auf Phillip Island hat sich Marc Marquez überlegen die Poleposition gesichert. Der Ducati-Werksfahrer war eineinhalb Sekunden schneller als sein Bruder Alex Marquez (Gresini-Ducati). Johann Zarco wurde mit der LCR-Honda Dritter, Jorge Martin (Aprilia) sicherte sich Startplatz vier.
Der prognostizierte Wetterumschwung ist am Samstag eingetreten. Im Gegensatz zum sonnigen Trainingstag war es nass, bewölkt und kühl. Deswegen wurde am Vormittag mit Regenreifen gefahren.
Bereits im halbstündigen Training vor dem Qualifying stellte sich Marc Marquez am besten auf die feuchten Verhältnisse ein. Mit 1:37.112 Minuten fuhr er klare Bestzeit. Nur Pedro Acosta (KTM) war mit 0,8 Sekunden Rückstand innerhalb einer Sekunde.
Zu Beginn des Qualifyings regnete es zunächst nicht mehr, aber die Strecke war weiterhin feucht und trocknete nur langsam. Dennoch wurden die Rundenzeiten mit jeder Minute deutlich schneller.
In Q1 sorgte Lokalmatador Jack Miller (Pramac-Yamaha) für Jubel unter den Fans, denn mit 1:35.461 Minuten fuhr er die Bestzeit. Es war aber knapp, denn Zarco war nur um eine Tausendstelsekunde langsamer (Q1-Ergebnis).
Zu Beginn von Q2 fing es wieder zu regnen an. Marc Marquez stürzte in seiner ersten fliegenden Runde in der Miller-Haarnadel (Kurve 4). Er brachte seine Ducati zurück in die Box und wechselte auf das zweite Motorrad.
Nach den ersten Versuchen führte Zarco das Klassement mit 1:36.136 Minuten eine halbe Sekunde vor Alex Marquez an. Als die Fahrer nach dem ersten Run in die Box zurückkehrten, griff Marc Marquez mit seinem zweiten Bike an.
Marc Marquez demonstriert seine Klasse
Mit 1:36.049 Minuten setzte sich der Weltmeister sofort an die Spitze. Somit lag der Druck bei Martin, denn der WM-Führende belegte nach den ersten Versuchen nur den zehnten Platz.
Zarco ließ jedoch nicht locker und unterbot die Zeit von Marc Marquez um 0,343 Sekunden. Danach verbesserte sich Miller auf Platz zwei, aber Marc Marquez hatte noch eine Chance.
Und Marc Marquez zeigte seine Klasse. Er fuhr mit 1:34.203 Minuten eineinhalb Sekunden schneller als der Rest. Alex Marquez verbesserte sich zum Schluss noch auf den zweiten Platz. Zarco komplettierte die erste Startreihe.
Für Marc Marquez war es die vierte Poleposition der laufenden Saison und seine erste seit dem Sachsenring. Außerdem war es im Qualifying der größte Vorsprung seit Brünn im Jahr 2019.
"Ich wollte meinen großen Fehler wiedergutmachen", sagt er zu seinem frühen Sturz. "Man darf nicht schon in der ersten Runde stürzen, denn dann hat man überhaupt keine Rundenzeit stehen. In Kurve 4 habe ich einen großen Fehler gemacht."
"Aber das Team hatte bereits das andere Motorrad bereitgestellt. Ich blieb konzentriert und versuchte, wieder dasselbe Gefühl wie im Freien Training zu finden. In der letzten Runde habe ich dann alles gegeben, und es war eine gute Runde."
Die weiteren Positionen
Martin rettete zum Schluss noch Platz vier. Auf Marc Marquez fehlten ihm 1,577 Sekunden. Lokalmatador Miller eroberte Startplatz fünf und damit die Mitte der zweiten Reihe. Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) folgte als Sechster.
Acosta qualifizierte sich als bester KTM-Fahrer als Siebter. Sein Rückstand betrug schon 2,3 Sekunden. Es folgten Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) und Marco Bezzecchi (Aprilia) auf den Plätzen acht und neun.
Die Plätze in Reihe vier gingen an Diogo Moreira (LCR-Honda), Enea Bastianini (Tech3-KTM) und Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia). Der Japaner hatte bereits befürchtet, dass er im Regen langsam sein würde. Ihm fehlten fünf Sekunden (Q2-Ergebnis).
Das bisher schwierige Wochenende setzte sich für Francesco Bagnaia fort. Der zweite Ducati-Werksfahrer qualifizierte sich nur als 16. Abgesehen von Miller war es vor allem für die beiden Yamaha-Werksfahrer ein Qualifying zum Vergessen.
Alex Rins und Fabio Quartararo belegten nur die Startplätze 18 und 19. Sogar Augusto Fernandez, der Toprak Razgatlioglu im Pramac-Team vertritt, war als 17. knapp davor.
Das Honda-Werksteam konnte bereits zusammenpacken. Luca Marini hat sich eine Virusinfektion zugezogen, die Muskelschwäche auslöst. Deswegen wurde er für nicht fit erklärt. Joan Mir ist wegen seiner körperlichen Probleme gar nicht nach Australien gereist. Somit ist Honda nur noch mit dem LCR-Duo vertreten.