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Motorschaden stoppt George Russell: Toto Wolff "echt bedient"

Sport

(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff dürfte noch gut die Bilder von vor zehn Jahren im Gedächtnis gehabt haben, als Lewis Hamilton in Kurve 1 mit einem Motorschaden ausrollte und am Ende durch diese fehlenden Punkte die WM gegen Nico Rosberg verlor. 2026 erwischte es nun George Russell an ziemlich genau der gleichen Stelle.

Auch bei ihm soll es sich um ein Problem mit dem Antrieb gehandelt haben, was sein Rennen in Malaysia vorzeitig beendete und damit wohl auch die letzten leisen WM-Hoffnungen nach dem Sieg in Baku beerdigte.

"Ich meine, man muss fast schon darüber lachen", übt sich Russell nach seinem Ausfall in Galgenhumor. "Das ist schon mehr als Enttäuschung", hadert er. "Es ist einfach so oft in dieser Saison passiert."

Genau das ist auch das, was Toto Wolff am heutigen Sonntag ärgern dürfte. Denn nicht zum ersten Mal in dieser Saison ließ Mercedes einen seiner Piloten in aussichtsreicher Position mit der Technik im Stich. "Ich bin extrem genervt, echt bedient", betont der Österreicher bei Sky, obwohl Kimi Antonelli mit Rang zwei hinter Max Verstappen einen enormen Schritt Richtung WM-Titel machte.

Doch das konnte Wolff in Malaysia nicht besänftigen. Zu viel ging am Wochenende in Malaysia schief: Das große Update schlug nicht wie erhofft ein, der große Vorsprung durch die richtige Reifenwahl zu Beginn wurde durch die Safety-Cars wieder eliminiert - und dann der Tiefpunkt durch den Ausfall von Russell.

"So sehr ich es auch liebe, hier zu sein: Rein auf das Renngeschehen bezogen ist das eine meiner schlimmsten Erfahrungen, um ehrlich zu sein", sagt er.

Russell: Tag "ein einziges Theater"

Was den Ausfall von Russell verursacht hat, steht so kurz nach dem Rennen noch nicht fest. Bekannt ist nur: "Es ist ein Schaden an der Power-Unit", wie Wolff bestätigt. "Er wurde nicht durch das Safety-Car verursacht, aber wir haben es noch nicht genau analysiert."

Dem Engländer ging damit ein möglicher Podestplatz durch die Lappen, denn zum Zeitpunkt des Ausfalls lag er nach einem ereignisreichen Rennen auf Position drei hinter Verstappen und Antonelli. Russell hatte am Start mit Intermediates die richtige Entscheidung getroffen und war von Startplatz sieben schon bis Kurve 1 auf Rang zwei nach vorne geprescht.

Gegen Verstappen konnte er sich jedoch nicht lange wehren, und auch wenn er nach dem ersten Safety-Car-Neustart sogar an Teamkollege Antonelli vorbeikam, musste er sich am Ende auf Position drei einordnen. Dieser sah laut ihm aber "sehr sicher" aus - bis es hinter dem Safety-Car gegen Rennende zum Schaden kam.

"Der ganze Tag fühlt sich irgendwie wie ein einziges Theater an", hadert er. "Erst die Verzögerung, dann die rote Flagge, dann endlose Runden hinter dem Safety-Car und dann plötzlich noch zusätzliche Runden, um Checo das Überholen zu ermöglichen. Das fühlte sich heute einfach nicht sehr nach Formel 1 an", kritisiert er.

"Und ich wäre wohl etwas enttäuscht gewesen, wenn ich auf den Tribünen gesessen und mir das angeschaut hätte. Das war nicht gut."

84 Punkte Rückstand auf Antonelli

Mehr noch aber darf er sich wieder einmal über sein persönliches Pech ärgern, das ihm nun 84 Punkte Rückstand auf Antonelli in der Meisterschaft eingebracht hat. Wenn er nach seinem Sieg in Baku noch leise Hoffnungen gehabt hat, so dürften diese nun dahin sein. "Natürlich ist es extrem unwahrscheinlich, und das ist einfach die Realität", sagt er.

"Ich wusste: Wenn ich mich noch einmal zurückkämpfen will, brauche ich das Glück auf meiner Seite. Leider hatte ich das Glück nicht auf meiner Seite", sagt Russell. Statt drei Punkte auf Antonelli zu verlieren, verlor er 18 Punkte.

Hätte hingegen Antonelli den Defekt gehabt, dann wäre der Rückstand potenziell nur noch bei 48 Punkten gewesen. "Es ist einfach extrem schade - aber so ist es nun einmal."

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