Mounjaro zum Abnehmen: Expertin warnt vor Risiken für Gesundheit, Haut und Haare
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Mounjaro zum Abnehmen: Expertin warnt vor Risiken für Gesundheit, Haut und Haare
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Ein Abnehmmedikament birgt Risiken für Gesundheit und Aussehen. Die Biologin Maila Fiorentini warnt eindringlich vor der gefährlichen Selbstmedikation.
Das Arzneimittel Mounjaro wird bei Typ-2-Diabetes und Adipositas eingesetzt. Es hat sich in den vergangenen Monaten als Mittel zur Gewichtsabnahme verbreitet – auch bei Personen ohne entsprechende Indikation. Mit der Ernährungsbiologin Maila Fiorentini klären wir, wie es wirkt, wer es einnehmen darf und wie es angewendet werden sollte.
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Dieser Artikel von Daniela Cursi Masella entstand in Kooperation mit Gazzetta dello Sport.
Was Mounjaro ist und wie es wirkt
Mounjaro ist ein injizierbares Arzneimittel mit dem Wirkstoff Tirzepatid. Es wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas eingesetzt. Als zweifacher Agonist aktiviert es die GIP- und GLP-1-Rezeptoren. Dadurch reduziert es den Appetit und verlangsamt die Magenentleerung, was das Sättigungsgefühl verstärkt. Ernährungsbiologin Maila Fiorentini betont, dass das Mittel stets mit einer ausgewogenen Ernährung und Bewegung kombiniert werden muss, um das Gewicht nachhaltig zu senken.
Die Expertin warnt ausdrücklich vor Selbstmedikation. Das Arzneimittel muss von einem Arzt verschrieben werden. Vorab ist eine sorgfältige klinische Bewertung erforderlich. Dazu gehören Blutuntersuchungen sowie die Prüfung von Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren und Vorerkrankungen. Mounjaro ist kein Medikament für jedermann, weshalb die ärztliche Verordnung unerlässlich bleibt.
Unerwünschte Wirkungen auf Magen-Darm-Trakt und Organe
Der Körper reagiert unterschiedlich auf Mounjaro. Sehr häufig treten Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen oder Reflux auf. Auch Verstopfung, Durchfall, Magenschmerzen, Blähungen, Appetitlosigkeit und vorübergehende Müdigkeit sind möglich. Eine Dosisanpassung unter ärztlicher Kontrolle, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gezielte Ernährung können diese Beschwerden lindern.
In schweren Fällen drohen gravierende Gesundheitsschäden. Anhaltender Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen und Durchfall kann die Nieren schädigen. Bei einer Kombination mit anderen Diabetes-Therapien besteht zudem das Risiko von Unterzuckerungen. Auch Probleme an der Gallenblase (z. B. Gallensteine) oder der Bauchspeicheldrüse können auftreten.
Auswirkungen auf Aussehen, Haut und Haare
Ein schneller Gewichtsverlust führt oft zu einem Abbau von Muskelmasse und verringert die Hautelastizität. Dadurch entsteht häufig überschüssige Haut an Armen, Bauch, Oberschenkeln und Brust. Das Gesicht kann eingefallen, gealtert und müde wirken, da die Haut an Straffheit verliert und Falten hervortreten. Durch den raschen Nährstoffverlust (etwa an Eisen, Zink und B-Vitaminen) drohen zudem Haarausfall und brüchige Nägel.
Diesen Effekten lässt sich vorbeugen: Eine angepasste Dosierung verhindert ein zu schnelles Abnehmen. Ein individueller Ernährungsplan schützt die Muskelmasse sowie die Hautgesundheit durch gezielte Proteine und Mikronährstoffe. Zusätzlich unterstützt regelmäßige Bewegung im Alltag die Muskelmasse und die Hautelastizität.
Appell der Expertin gegen Selbstmedikation
Maila Fiorentini betont, dass sich alle Nebenwirkungen bei einer Selbstmedikation verschlimmern. Patientinnen und Patienten müssen zwingend von einem Fachteam betreut werden. Mounjaro ist keine Abkürzung für eine rein ästhetische Gewichtsabnahme.