mRNA: Steht der Durchbruch zum ersten Impfstoff gegen Krebs bevor?
Hautkrebs könnte bald mit demselben Prinzip bekämpft werden, mit dem schon das Coronavirus gebändigt wurde. Moderna und Merck melden Erfolge mit einem mRNA-Impfstoff. Doch es gibt Hürden.
München. Den ersten großen Erfolg in der Entwicklung eines völlig neuartigen Medikaments feierte Moderna 2021. Mitten in der grassierenden Coronapandemie konnte der Moderna-Chef Stéphane Bancel starke Testdaten eines Covid‑19-Impfstoffs verkünden. Fünf Jahre später setzt Moderna zum nächsten medizinischen Durchbruch an.
Diesmal geht es nicht um den Schutz vor einer Virusinfektion, sondern um den Kampf gegen Krebs. Es ist die riskanteste und teuerste Wette des US-Biotechkonzerns. Bis Mittwoch voriger Woche blickte die Pharmawelt skeptisch auf das Projekt. Dann verkündete Moderna überraschend positive Testergebnisse zu einem innovativen Impfstoff gegen Hautkrebs.
Der Konzern entwickelt das Mittel gemeinsam mit dem US-Pharmagiganten Merck & Co.* Es ist der erste Wirkstoff auf Basis der Botenstoff-Technologie mRNA, der gegen Krebs in einer großen, zulassungsrelevanten Studie überzeugt. Schon 2027 könnte das Medikament auf den Markt kommen.
Forscher und Analysten sprechen von einem wissenschaftlichen Durchbruch. Analysten an der Wall Street erwarten Milliardenumsätze, selbst Tech-Investoren sind beeindruckt. Kann Hautkrebs bald mit demselben Prinzip bekämpft werden, mit dem schon das Coronavirus gebändigt wurde?
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