DAX +0,25 % 26.457,66 Pkt 11:37:11 MDAX +0,22 % 32.296,89 Pkt 11:37:12 Euro Stoxx 50 +0,56 % 6.570,61 Pkt 11:37:00 Dow Jones -0,38 % 53.770,27 Pkt 22:43:59 S&P 500 -0,06 % 7.748,50 Pkt 22:36:53 Nasdaq -0,06 % 26.588,49 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,16 % 68.308,59 Pkt 08:45:03 Gold +0,61 % 4.436,00 USD 11:42:10 Silber -1,26 % 64,73 USD 11:41:53 Brent -1,66 % 87,50 USD 11:42:07 WTI -1,75 % 81,81 USD 11:42:11 Bitcoin +0,47 % 63.699,57 USD 11:52:06 EUR/USD -0,09 % 1,15340 USD 11:51:20 EUR/GBP +0,07 % 0,85500 GBP 11:52:12 EUR/CHF +0,05 % 0,93670 CHF 11:52:11 EUR/JPY -0,06 % 183,746 JPY 11:52:12

MSCI Inc. schlägt neue Regeln vor, um Strategy und Metaplanet aus den Indizes zu werfen

Technologie

Am 10. Oktober 2025, dem Tag des größten Liquidierungsevents in der Krypto-Geschichte, veröffentlichte MSCI Inc. eine zunächst kaum beachtete Pressemitteilung. In dieser schlug der Indexherausgeber vor, Unternehmen, deren Bilanzen sich zu mindestens 50 % aus Kryptowährungen zusammensetzen, aus den Indizes zu exkludieren. Blocktrainer.de berichtete darüber bereits im Oktober 2025, doch erst mit einer Research-Note der Großbank JPMorgan rückte das Thema Mitte November dann in den Fokus des Marktes. Die Aktie von Strategy, dem größten börsennotierten Bitcoin-Halter, geriet unter Druck, und auch beim BTC-Kurs hinterließ dies Spuren. Während der Konsultationsphase wandte sich Strategy selbst mit einem offenen Brief an MSCI Inc., um gegen die Diskriminierung wegen bestimmter Vermögenswerte zu argumentieren. Außerdem erklärte das Unternehmen, dass es nach jeglicher Definition operativ tätig sei und eben keinem Investmentfonds ähnle. Anfang Januar gab es schließlich die Meldung, die vorerst für Aufatmen sorgte. MSCI Inc. entschied sich nämlich dazu, die besagten Unternehmen nicht aus den Indizes zu werfen: MSCI hat zum jetzigen Zeitpunkt entschieden, den Vorschlag, DATCOs aus den MSCI Global Investable Market Indexes auszuschließen, im Rahmen der Indexüberprüfung im Februar 2026 nicht umzusetzen. MSCI Inc. in der Mitteilung von Januar 2026 Dafür wurde von da an aber eine durch die Emission von Aktien steigende Marktkapitalisierung nicht mehr in den Indizes widergespiegelt, während sogenannte „Digital Asset Treasury Companies (DATCOs)“ nicht mehr neu aufgenommen wurden. In der Pressemitteilung zu dieser Entscheidung teilte MSCI Inc. aber auch mit, dass weiterhin über dieses Thema beraten werden solle: Die Unterscheidung zwischen Investmentgesellschaften und anderen Unternehmen, die nicht betriebsbezogene Vermögenswerte wie digitale Vermögenswerte als Teil ihrer Kerngeschäftstätigkeit und nicht zu Anlagezwecken halten, erfordert weitere Untersuchungen und Konsultationen mit Marktteilnehmern. MSCI Inc. in der Mitteilung von Januar 2026 Durch ein in der vergangenen Woche veröffentlichtes Dokument kommt das Thema jetzt wieder auf den Tisch. Dieses Mal zielt MSCI Inc. wieder auf eine Exklusion von Strategy ab, aber ohne sich konkret auf Kryptowährungen beziehungsweise Bitcoin zu beziehen. Durch das neue MSCI-Dokument wird deutlich, dass es der Indexherausgeber weiterhin auf sogenannte „Bitcoin Treasury Companies“ abgesehen hat. Dieses Mal jedoch ohne direkt nach der Art des Assets zu diskriminieren, aber mit ähnlichen Folgen. Ob es gelingen wird, nachvollziehbar zu argumentieren, dass die Bitcoin auf der Bilanz operativen Zwecken dienen, bleibt offen. Strategy ordnet das eigene Geschäftsmodell – einschließlich der Emission von Finanzprodukten auf der Basis von BTC – grundsätzlich als operativ ein. Die Bitcoin-Bilanz wird tatsächlich auch schon genutzt, um Dividenden zu bezahlen. Dennoch: Der neue Versuch von MSCI Inc. scheint vielversprechender zu sein, um das offenbar gewünschte Ziel einer Exklusion von Strategy und Metaplanet durchzubringen. Metaplanet sieht sich in Japan derweil ähnlichen Problemen konfrontiert. Vor wenigen Monaten schlug die japanische Börse JPX ebenfalls vor, „Treasury Companies“ nicht mehr neu in Indizes aufzunehmen. Metaplanet hätte sich in diesem Jahr ansonsten erstmals für den wichtigen TOPIX qualifiziert. Problematischer ist es aber, wenn die Aktien der Unternehmen aus Indizes geworfen werden. Dann müssen nämlich die ETFs, die diese Indizes abbilden, die Anteile verkaufen, was entsprechend die Kurse unter Druck bringen kann. Märkte nehmen so etwas aber in aller Regel vorweg. Das heißt, dass die Kurse schon in Antizipation fallen müssten. Bislang scheint das in der vergangenen Woche veröffentlichte Dokument noch nicht groß die Runde gemacht zu haben. Auf der Wettplattform Polymarket gab es aber schon eine deutliche Zunahme der Wahrscheinlichkeit, dass Strategy in diesem Jahr noch aus den MSCI-Indizes exkludiert wird. Momentan liegt sie bei 72 % – Ende Juli waren es noch 33 %. Die Wette ist wegen des geringen Volumens nur bedingt aussagekräftig.

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