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München: Asiatische Hornisse bedroht Honigbienen - Nest an Theresienwiese entdeckt

Nation

Zuletzt hatten Sichtungen südlich und südöstlich der Theresienwiese Hinweise auf ein Nest geliefert. Rund 20 Fachleute, darunter auch Altenburger, sowie ehrenamtliche Imkerinnen und Imker machten sich deshalb auf die Suche.

Auf die Spur der Hornissen kamen sie, nachdem sie Locktöpfe mit einer süßlichen Flüssigkeit aufgestellt hatten. Als die Tiere diese anflogen, wurden zwei Exemplare eingefangen und mit Telemetrie-Sendern – winzigen Ortungsgeräten – ausgestattet. Dadurch konnten die Fachleute die Insekten auf ihrem Rückflug zum Nest verfolgen; es befand sich im Dach eines Hauses nahe der Theresienwiese. Dem Bezirk zufolge wurde die Hausverwaltung informiert, sie organisiert nun die fachgerechte Entfernung des Nestes.

Aus einem nicht entfernten Nest können gleich sieben neue entstehen

Das muss fix passieren, denn im Herbst entwickeln sich in den Nestern Jungköniginnen, die nach der Begattung überwintern und im kommenden Frühjahr neue Völker gründen können. Ein nicht entferntes Nest kann die Grundlage für bis zu sieben neue Nester sein.

Deshalb: „Mit jedem Nest, das wir rechtzeitig entdecken und entfernen, können wir die weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse bremsen“, betont Altenburger. Die Bevölkerung solle daher alle Hinweise auf die Tiere mit ihrem dunklen Körper, einem orangefarbenen Band am Hinterleib und auffälligen gelben Beinen über das bayernweite Portal Bee-Warned melden. Das Umweltbundesamt warnt auf seiner Website aber davor, erkannte Nester auf eigene Faust zu entfernen. Stattdessen solle speziell ausgerüstetes Fachpersonal informiert werden.

Über den Weg der Hornissen nach München kann Altenburger nur spekulieren. „Wahrscheinlich sind ein paar Königinnen per Lkw in die Stadt gekommen und haben hier ein nettes Plätzchen gefunden“, sagt er. Grundsätzlich fühle sich die Asiatische Hornisse sowohl in städtischen als auch in ländlichen Bereichen wohl. Mit dem Klima im bayerischen Winter komme die Art gut zurecht, und auch das Fehlen natürlicher Fressfeinde helfe ihr, sich zu vermehren.

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