München soll bald fahrerlose Taxis bekommen - als erster Standort in Europa
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München soll bald fahrerlose Taxis bekommen – als erster Standort in Europa
Von: Lucas Sauter Orengo
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München wäre der erste Standort in Europa: Die amerikanische Firma Waymo kündigte an, in der bayerischen Landeshauptstadt einen autonomen Fahrdienst testen zu wollen.
München – Ohne Fahrerin, ohne Fahrer – einfach einsteigen und losfahren: In München soll das bald Realität sein. Die Google-Tochter Waymo hat angekündigt, Ende 2027 in der bayerischen Landeshauptstadt einen vollständig autonomen Fahrdienst für die Allgemeinheit zu starten. München wäre damit die erste europäische Stadt, in der Waymo regulär im Betrieb ist.
Erste Waymo-Fahrzeuge schon bald auf Münchner Straßen
Bevor es so weit ist, stehen zunächst Testfahrten an. Schon in den nächsten Wochen sollen Waymo-Fahrzeuge durch München rollen – allerdings noch mit geschultem Personal am Steuer. Ziel dieser Erprobungsphase ist es, das Fahrsystem mit den spezifischen Gegebenheiten des Münchner Straßenverkehrs vertraut zu machen und das Streckennetz zu kartieren. Für den späteren Betrieb ohne menschliche Steuerung arbeitet Waymo eng mit dem Kraftfahrt-Bundesamt sowie zuständigen Landes- und Kommunalbehörden zusammen, um die notwendigen Genehmigungen zu erlangen. Die rechtliche Grundlage dafür hatte Deutschland bereits 2021 mit entsprechenden Gesetzesregelungen für autonomes Fahren im Alltag gelegt.
350 Millionen Kilometer ohne menschlichen Fahrer
Waymo verweist auf eine beachtliche Erfolgsbilanz aus den USA. Dort ist der Fahrdienst derzeit in elf Städten und Ballungsräumen aktiv – darunter Los Angeles, Phoenix, Miami und die Region rund um die San Francisco Bay. Laut eigenen Unternehmensangaben haben die Fahrzeuge dort bereits mehr als 350 Millionen Kilometer ohne menschliche Steuerung zurückgelegt und über 20 Millionen kostenpflichtige Fahrten absolviert. Zugleich wirbt das Unternehmen mit einem deutlichen Sicherheitsvorteil gegenüber menschlichen Fahrern. Auf Basis eigener Erhebungen meldet Waymo unter anderem erheblich weniger Unfälle mit Schwerverletzten sowie deutlich weniger Kollisionen mit Fußgängerinnen, Fußgängern und Radfahrenden. (Quelle: dpa) (lso)