DAX +0,58 % 25.612,03 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.216,66 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,53 % 6.344,40 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,02 % 52.208,06 Pkt 22:56:30 S&P 500 +0,12 % 7.437,63 Pkt 22:44:35 Nasdaq +0,99 % 25.122,18 Pkt 23:15:59 Nikkei +3,91 % 64.288,52 Pkt 07:57:45 Gold +0,77 % 4.131,50 USD 08:02:29 Silber -0,47 % 58,54 USD 08:02:29 Brent -2,28 % 87,00 USD 07:34:03 WTI -2,21 % 81,74 USD 08:02:43 Bitcoin -0,63 % 64.315,14 USD 08:12:45 EUR/USD +0,44 % 1,15180 USD 08:12:23 EUR/GBP -0,22 % 0,85590 GBP 08:12:51 EUR/CHF -0,42 % 0,92880 CHF 08:12:51 EUR/JPY -1,37 % 184,697 JPY 08:12:51

Münchner entwickeln Navi ohne GPS: Die Gewinner des bayrischen Start-up-Wettbewerbs

Technologie

Startseite Wirtschaft Münchner entwickeln Navi ohne GPS: Die Gewinner des bayrischen Start-up-Wettbewerbs Von: Anastasia Bondarenko Uns auf Google folgen Ob Navigation ohne GPS, photonische Chips oder automatisierter 3D-Druck: Beim Münchner Businessplan-Wettbewerb setzten sich drei Start-ups mit zukunftsweisenden Technologien durch. München – Ein Navi, das ohne Satelliten funktioniert. Winzige Chips, die Quantencomputer leistungsfähiger machen. Und vollautomatisierte 3D-Drucker, die die Herstellung medizinischer Produkte vereinfachen. Mit diesen Ideen haben sich drei Start-ups beim Münchner Businessplan-Wettbewerb von der Netzwerkplattform BayStartUP durchgesetzt. Der Wettbewerb gilt als wichtige Bühne für junge Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen – und als Sprungbrett für erfolgreiche Firmengründungen. Ein Navigationssystem für Krisenfälle Ein Flugzeug ist auf dem Weg zum Ziel – plötzlich fällt das GPS aus. Was nach einem Ausnahmefall klingt, kommt immer häufiger vor. Vor allem in der Luftfahrt nehmen Störungen der Satellitennavigation durch sogenannte Jamming- und Spoofing-Angriffe seit Jahren zu. Nach Angaben der International Air Transport Association (IATA) werden inzwischen durchschnittlich rund 1180 GPS-Interferenzen pro Tag im zivilen Luftverkehr registriert. Genau für solche Situationen entwickelt das Münchner Start-up Qooda eine Alternative. Das Unternehmen arbeitet an einer Technologie, die Satellitennavigation ergänzen soll. Statt auf GPS setzt Qooda auf Quantensensoren. Diese erfassen die charakteristischen Eigenschaften des Erdmagnetfelds und erstellen daraus eine Art Magnetfeldkarte. So lässt sich der eigene Standort bestimmen – ganz ohne Satelliten. Das funktioniert sogar unter Wasser, in Tunneln oder in dicht bebauten Innenstädten, wo GPS-Signale häufig nur eingeschränkt verfügbar sind. Zum Einsatz kommen soll die Technologie überall dort, wo eine zuverlässige Navigation besonders wichtig ist. Dazu zählen unter anderem die zivile Luft- und Seefahrt, Drohnen, autonome Fahrzeuge sowie Einsatzkräfte im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Das Unternehmen betont, dass die Technologie grundsätzlich dual-use-fähig ist und daher sowohl im zivilen als auch im militärischen Umfeld eingesetzt werden kann. Mit ihrem Ansatz überzeugte Qooda die Jury des Businessplan-Wettbewerbs von BayStartUP und sicherte sich den ersten Platz. Winzige Chips mit noch mehr Leistung Den zweiten Platz holte sich ein Start-up aus Heidelberg: Linq Photonics. Das junge Expertenteam entwickelt winzige photonische Chips, die mit Licht statt elektrischer Signale arbeiten. Sie sollen dabei helfen, eines der größten Probleme heutiger Quantencomputer zu lösen: die zuverlässige Steuerung einer immer größeren Zahl von Qubits, den kleinsten Recheneinheiten. Die Chips ersetzen große optische Aufbauten durch eine deutlich kompaktere Lösung und können den Platzbedarf der Steuerung um bis zu 90 Prozent reduzieren. Gleichzeitig lassen sich wesentlich mehr Qubits parallel und präzise kontrollieren. Dadurch sollen Quantencomputer leistungsfähiger werden und sich einfacher auf größere Anwendungen skalieren lassen. Das Unternehmen richtet sich an Hersteller von Quantencomputern und Forschungseinrichtungen. Mit seiner Technologie möchte Linq Photonics den Weg für die nächste Generation leistungsstarker Quantencomputer ebnen. Gebisse aus dem 3D-Drucker Den dritten Platz beim Münchner Businessplan-Wettbewerb sicherte sich in diesem Jahr das Start-up micro factory. Das junge Unternehmen entwickelt vollautomatisierte 3D-Drucker, die insbesondere für Anwendungen in der Zahnmedizin konzipiert sind. Die Geräte sind nur etwa so groß wie eine Waschmaschine und passen damit einfach in jede Zahnarztpraxis. Dort können sie beispielsweise Zahnersatz oder andere individuelle Dentalprodukte direkt vor Ort herstellen – ohne dass die Arbeit an ein externes Dentallabor ausgelagert werden muss. Das spart Zeit, reduziert den Bedarf an manuellen Arbeitsschritten und entlastet den Fachkräftemangel in der Branche. Die Drucker verarbeiten unterschiedlichste Spezialharze und übernehmen den gesamten Fertigungsprozess – vom Druck über die Reinigung bis zur Aushärtung – automatisch. Die Technologie kann nicht nur in der Zahnmedizin, sondern auch in anderen Bereichen der Medizintechnik zum Einsatz kommen – etwa bei der Herstellung von Hörgeräten.

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