Münchner erklärt, wie es zum Straßenkampf kam
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München
„Da kriegt man es mit der Angst zu tun“: Münchner erklärt viral gegangenen Straßenkampf mit Roboter
Von: Thomas Gautier
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In München tritt ein Mann einen kleinen Roboter nieder. Das Video davon geht im Internet viral. Jetzt meldet sich der Mann aus dem Video.
München – Der letzte Wiesnsonntag. U‑Bahnhof Schwanthalerhöhe. Zwischen den Oktoberfestgästen springt ein Mantschgerl mit Trachtenhut herum. Es ist ein kleiner Roboter. Doch plötzlich eskaliert die Situation: Ein Mann läuft vorbei und tritt die Maschine um. Die rappelt sich sofort auf – und rennt ihrem menschlichen Gegner hinterher!
Roboter gegen Mensch – so kam es zum irren Straßenkampf in München
Straßenkampf Mensch gegen Roboter, und das mitten in München. Die Robo-Rangelei wurde gefilmt – das Video geht seit Tagen in den sozialen Medien um. Allein auf tz.de wurde es rund eine Million mal angeschaut. Doch niemand wusste, wie es überhaupt dazu kam. Bis jetzt!
Der Mann im Video ist der Münchner Finanzanalyst Daniel C. (27). Er zur tz: „Ich wohne im Westend und war an dem Tag nochmal kurz auf der Wiesn, um eine Flammlachs-Semmel zu holen“, sagt er. „Der Roboter stand an der U-Bahnstation Schwanthalerhöhe. Ich kannte den schon, den sieht man öfter im Viertel. Als ich vorbeilief, spielten Kinder mit dem Roboter. Doch als ich ein, zwei Schritte entfernt war, machte er auf einmal fuchtelnde Bewegungen. Ich dachte auch, dass er mich fixiert. Und als er dann Links-Rechts-Schläge und einen Drehkick machte, dachte ich, er hat was gegen mich.“
Dass der Roboter solche Kampfbewegungen ausführt, ist im Video tatsächlich zu sehen. Auf Videos sieht man die Maschine auch anderswo mit solchen Scheinkämpfen. Wohl alles ein Spiel – doch das wusste Daniel C. in dem Moment nicht! Er fühlte sich bedroht – und reagierte instinktiv: „Ich habe ihn reflexartig umgekickt. Ich war dann selbst kurz erschrocken darüber. Ich habe noch nie jemandem Gewalt angetan.“
München: Nach der Prügelei meldet sich der Besitzer des Roboters
Danach sei er weitergegangen, sagt der junge Mann: „Da hörte ich, wie der Roboter sich wieder aufrappelte und mir hinterherrannte. Da kriegt man es ja wirklich mit der Angst zu tun.“ Von einem Roboter verfolgt – gruselig! Daniel C. drehte sich um, stellte sich auf einen neuen Kampf ein. „Ich wollte den Roboter gleich noch einmal treten, da kam plötzlich der, dem der Roboter gehört. Er sagte: ,Nein, nein, bitte nicht, es tut mir furchtbar leid.‘ Er hat sich entschuldigt, und ich habe die Entschuldigung auch gleich angenommen.“
Der Mann habe ihn aufgeklärt, dass er den Roboter gelenkt hatte – über Fernbedienung. „Ich hatte immer gedacht, dass der Roboter selbstständig herumläuft – mithilfe von künstlicher Intelligenz. Aber er sagte mir, dass er den Roboter mit einem Controller steuert – ein bisschen versteckt, damit die Illusion besser wirkt.“
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Am Ende gab‘s wenigstens ein Happy End, sagt Daniel C.: „Wir sind im Guten auseinandergegangen. Wir haben uns auch auf LinkedIn verlinkt.“ Dass wenige Tage später das Video vom Kampf auftaucht und um die Welt geht, habe ihn überrascht: „Für mich waren das nur 10 Minuten – aber dass das Video so durch die Decke geht, hätte ich nicht gedacht.“