„Muss die Zukunft werden“
Startseite Stars & TV Stefanie Hertel über ihr Leben als Vegetarierin: „Da haben sie mich ganz doof angeguckt“ Von: Jonas Erbas Uns auf Google folgen Stefanie Hertel lebt seit fast 30 Jahren vegetarisch – im WDR-Talk „Kölner Treff“ spricht der Schlagerstar offen über Spott, Wandel und eine klare Forderung. Köln – Stefanie Hertel (45) gehört zu den bekanntesten Schlagerstimmen Deutschlands – doch abseits der Bühne ist die gebürtige Vogtländerin seit fast drei Jahrzehnten auch eine Vorreiterin in Hinblick auf Ernährung. Bereits in den 1990er-Jahren entschied sich Stefanie Hertel für ein Leben ohne Fleisch, als das in weiten Teilen der Gesellschaft noch echte Überzeugungsarbeit erforderte. Im WDR-Talk „Kölner Treff“ erinnert sich Stefanie Hertel mit einem Schmunzeln an die frühen Jahre als Vegetarierin: „Da haben sie mich noch ganz doof angeguckt, wenn ich gesagt habe, ich möchte kein Schnitzel essen, sondern ich nehme nur die Beilage.“ Statt Verständnis gab es damals oft schiefe Blicke – und im besten Fall eine aufgewärmte Erbsendose als Ersatz. Stefanie Hertel lebt seit 30 Jahren vegetarisch – und fordert Umdenken Inzwischen hat sich das Bild grundlegend gewandelt. Stefanie Hertel berichtet, dass selbst der Dorfgasthof in ihrer bayerischen Wahlheimat am Chiemsee heute vegane Speisen auf der Karte führe – eine Entwicklung, die sie ausdrücklich begrüßt. Seit 2004 ist die Sängerin zudem offizielle Tierschutzbotschafterin des Deutschen Tierschutzbundes und nutzt ihre Reichweite, um ohne erhobenen Zeigefinger für mehr Bewusstsein zu werben. Im Interview mit dem deutschen Tierschutzmagazin Du und das Tier beschrieb sie, wie sie überzeugte Fleischesser regelmäßig mit veganen Gerichten überrascht – und begeistert. Zu Hause bei Stefanie Hertel werde „grundsätzlich fleischlos gekocht“, berichtet die Schlagersängerin dem Magazin außerdem. Ihre Familie – Ehemann Lanny Lanner und Tochter Johanna Mross, mit denen sie gemeinsam die Band More Than Words gegründet hat – hätte damit kein Problem. Sollte einer von ihnen einmal Lust auf Fleisch haben, so achte man genaustens auf Qualität und Portionsgröße: „Ab und zu bereiten sie sich ein Stück Fleisch zu, das sie sich einmal pro Jahr von einem Bio-Bauern liefern lassen. Eingefroren wird es dann über das Jahr aufgeteilt.“