Muss Werder Bremen umziehen? Entscheidung nach Tribünen-Einsturz gefallen
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Erschreckende Bilder aus dem Bremer Weserstadion. Bei Bauarbeiten ist am Mittwochnachmittag gegen 14.15 Uhr ein Teil des Oberrangs (Block 53) zwischen Südtribüne und Ostkurve zusammengekracht. Ein Vorfall, der viele Fragen aufwirft. Wie sicher ist das Weserstadion? Kann dort in den nächsten Wochen überhaupt Fußball gespielt werden, oder muss Werder etwa umziehen? Statiker haben Werders Wohnzimmer noch am Mittwoch unter die Lupe genommen. Jetzt sind die wichtigsten Fragen beantwortet. Entscheidung nach Tribünen-Einsturz gefallen Ein Handwerker hatte irrtümlich eine tragende Säule weggeflext, mehrere Sitzreihen aus Beton brachen ein. Dabei sollten ursprünglich nur Fensterscheiben aus dem VIP-Rang ausgetauscht werden. Menschliches Versagen, keine Ermüdung des Materials oder ein ursprünglicher baulicher Fehler. Ein folgenschweres Missgeschick, bei dem aber niemand zu Schaden kam. Die statische Begehung ergab, dass benachbarte Blöcke nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bedeutet: Der Spielbetrieb im Weserstadion ist nach BILD-Informationen nicht gefährdet. Werder kann am beliebten Tag der Fans (15. August) seine Pflichtspiel-Generalprobe gegen Frankreichs Erstligist AJ Auxerre (Anpfiff: 14.30 Uhr) im Weserstadion durchführen. Ob der betroffene Block mit ca. 500 Sitzplätzen bis dahin oder spätestens bis zum ersten Liga-Heimspiel gegen RB Leipzig (4.-6. September) repariert und nutzbar ist, steht noch nicht fest. Der Unglücksblock müsste schlechtestenfalls gesperrt und betroffene Dauerkarten-Besitzer umplatziert werden. Wie teuer die Reparaturarbeiten im Weserstadion werden, ist noch unklar. Stadionbetreiber BWS klärt mit der verantwortlichen Bau-Firma Haftungsfragen.