„Mutmaßliche Luftnotlage“: Polizei riegelt Flughafen in Nürnberg ab - Flieger aus Korfu von Eurofightern begleitet
Die Polizei hat den Flughafen in Nürnberg abgesperrt. „Wir gehen von einer mutmaßlichen Luftnotlage aus. Diese ist aber noch unbestätigt“, sagte ein Polizeisprecher. Wie viele Einsatzkräfte den Flughafen abriegelten, konnte er zunächst nicht sagen. Der Flugbetrieb wurde eingestellt.
Zu dem Polizeieinsatz kam es kurz vor der Landung eines Flugs von der griechischen Insel Korfu. Ein Flughafensprecher sagte, der Flieger sei sicher gelandet. Nach dpa-Informationen hatte es zuvor einen Notfallcode gegeben.
Eurofighter waren laut Flughafensprecher im Einsatz, um die Maschine zu begleiten. Sie hätten inzwischen aber wieder abgedreht.
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung hatten die Kampfjets des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 im bayerischen Neuburg an der Donau das Flugzeug im deutschen Luftraum begleitet. Dort stehen rund um die Uhr täglich zwei Eurofighter als sogenannte Alarmrotte bereit.
Zuvor Beeinträchtigung wegen möglicher Drohnensichtung
Am frühen Morgen hatte es bereits eine mögliche Drohnensichtung am Flughafen Nürnberg gegeben. Drei Piloten hatten unabhängig voneinander beim Start- oder Landevorgang ein Objekt gemeldet, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte, wie die Polizei mitteilte.
Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete in Abstimmung mit dem Albrecht-Dürer-Airport und der Deutschen Flugsicherung umgehend Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Dabei kam unter anderem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz; allerdings konnte keine Drohne gefunden werden.