Nach angekündigter Schließung: Hunderte demonstrieren in Berlin für den Erhalt des Russischen Hauses
Nach der Ankündigung zur Schließung des Russischen Hauses in Berlin haben einige hundert Menschen für den Erhalt demonstriert. Sie versammelten sich am Abend in der Friedrichstraße an dem großen Bau, in dem unter anderem ein staatliches russisches Kulturzentrum sitzt.
Auf den Transparenten stand unter anderem: „Stoppt den Krieg gegen Russland“. Oder: „Krieg ist ein Geschäft“ und „Frieden jetzt“. Viele der überwiegend älteren Demonstranten schwenkten Fahnen von der DKP, dem BSW oder mit der Friedenstaube. Die Demo war vom BSW angekündigt und angemeldet worden.
Nach der Vertragslage wird die Nutzung des Hauses erst Mitte 2027 auslaufen. Doch die Bundesregierung will den Betrieb schon vorher einschränken. Deshalb werden alle aus Russland entsandten Mitarbeiter zur Ausreise aufgefordert – ebenso wie das Personal des russischen Generalkonsulats in Bonn, das am 18. September schließt. Auch nach dem Ende des Kulturzentrums bleibt das große Haus in russischem Staatsbesitz.