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Nach Ansturm auf Exklave: „Es ist wie in einer Apokalypse“ - Anwohner von Ceuta klagen über Müll und Gefahr durch Migranten

Welt

Auch Bewohner des Stadtteils La Colina schilderten gegenüber „El Faro de Ceuta“, dass sich Migranten in den umliegenden Hügeln versteckten. Zu den Problemen gehören auch mehrere Einbruchsversuche in Häuser in der Gegend. „Sie haben bereits versucht, in drei Häuser einzudringen“, sagte ein Anwohner und behauptete, dass sich einige Migranten an den Hauswänden positioniert hätten und vertrieben werden mussten. Die Anwohner kritisierten, dass sich die Sicherheitskräfte bei ihren Kontrollen vor allem auf das Stadtgebiet konzentrieren würden. Zudem berichteten sie von einzelnen Versuchen, leer stehende Gebäude zu besetzen.

Ein spanischer Geschäftsinhaber sagte gegenüber dem Fernsehsender RTVE, die Behörden seien „nicht in der Lage“, das Chaos unter Kontrolle zu bringen, und dass Migranten jetzt in öffentlichen Brunnen baden und auf den Straßen schlafen. „Es ist wie in einer Apokalypse. Überall Menschenmassen. Man sieht so viele Menschen herumirren.“

Anwohner fürchten Waldbrände durch Lagerfeuer von Migranten

Mit Sorge blicken viele Bewohner außerdem auf die trockenen Waldgebiete: Sie befürchten, dass Koch- oder Lagerfeuer der Migranten angesichts der hohen Temperaturen und des Windes Brände auslösen könnten.

Unterdessen profitieren Schleuserorganisationen offenbar weiter von den Migranten in Ceuta. Nach Berichten der spanischen Regionalzeitung „Europa Sur“ hat die spanische Polizei in der Region Campo de Gibraltar mehrere Migranten aufgegriffen, die offenbar per Schnellboot über die Meerenge von Gibraltar von Ceuta auf das spanische Festland gelangt waren.

Die Behörden sprechen von einer erneuten Aktivität der sogenannten Mittelmeer-Route zwischen Ceuta und der Provinz Cádiz. Bei den Überfahrten setzen die Schleuser kleine motorisierte Boote und andere Wasserfahrzeuge ein. Die spanische Polizei hat in der Vergangenheit mehrfach Netzwerke zerschlagen, die Migranten illegal von Ceuta auf die Iberische Halbinsel brachten.

Demonstrationen gegen Pedro Sánchez in Madrid

Die Entwicklungen auf Ceuta verschärfen die politische Situation in Spanien. Am Montag demonstrierten Hunderte Menschen vor der marokkanischen Botschaft in Madrid. Die Teilnehmer warfen der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez vor, die spanischen Grenzen nicht ausreichend zu schützen und gegenüber Marokko zu nachgiebig aufzutreten.

Auf Transparenten und in Sprechchören wurde unter anderem betont, Spanien sei ein christliches und kein muslimisches Land. Zudem wurde ein härteres Vorgehen gegen illegale Migration gefordert.

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