Nach Auswärtssieg im "Clasico" Kylian Mbappé schießt Real Madrid zurück ins Titelrennen
Es war ein Abend für die Geschichtsbücher für Kylian Mbappé: Der Superstar von Real Madrid erzielte beide Treffer im 265. "Clasico" in der spanischen La Liga zum 2:1 (0:1) -Erfolg beim Erzrivalen FC Barcelona.
Damit verkürzte das Team von Trainer José Mourinho den Abstand auf die Katalanen in der Tabelle auf drei Zähler und meldet sich zurück im Titelrennen. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick fand über die gesamte Spielzeit nicht zu ihrer Topform und musste sich am Ende verdient geschlagen geben.
Kylian Mbappé (41. Minute, 87.) traf zwei Mal für die "Königlichen", Raphinha (61.) glich zwischenzeitlich für Barcelona aus.
Raphinha setzt die ersten Akzente
Es war eine zerfahrene Partie in der Anfangsphase. Der FC Barcelona versuchte das Spiel zu bestimmen, die Madrilenen zogen sich recht weit zurück und konzentrierten sich auf ihre Defensivqualitäten. Diese Herangehensweise der "Königlichen" machte es Barca schwer, sie erspielten sich keine Torchance. Mbappé, Arda Güler und Co. machten es mit ihren Kontern etwas besser, sorgten zumindest für einen Hauch von Torgefahr.
Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte Raphinha nach 21 Minuten, der aus 20 Metern Entfernung zum Schuss kam, diesen aber deutlich zu hoch ansetzte. Drei Minuten später war es erneut der Brasilianer, der nach einer schönen Kombination aus erneut 20 Metern abzog, das Tor von Real-Ersatztorhüter Andriy Lunin, der den an einem grippalen Infekt erkrankten Thibaut Courtois vertrat, nur knapp verfehlte.
Mbappé setzt sich gekonnt in Szene
Aber auch Mbappé zeigte sich nach 31 Minuten, nahm eine Hereingabe von Güler spektakulär per Seitfallzieher, verfehlte das Barcelona-Tor aber deutlich. Danach entwickelte das Flick-Team eine Druckphase, allerdings ohne Ertrag. Den Madrilenen genügte ein Konter, um die Führung zu erzielen - wenn auch etwas glücklich.
Nach einer flachen Hereingabe von Yan Diomandé in den Strafraum wollte Gerard Martin klären, Mbappé lief in den Schuss und lenkte den Ball mit der Hüfte zum 1:0 für Real ins Tor.
Madrid agiert sehr kompakt
Nur zwei Minuten später hatte Barca-Superstar Lamine Yamal den Ausgleich auf dem Fuß, er vergab aber völlig freistehend sechs Meter vor dem Tor geradezu kläglich.
Die erste Hälfte hätte aber noch schlechter für Barcelona ausgehen können. In der Nachspielzeit lief Diomandé von halblinks nahezu alleine auf das Barca-Tor zu, sein Schuss verfehlte das Tor knapp.
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte rannten die Katalanen immer wieder an, doch das Mourinho-Team blieb kompakt und unbequem. Und die Real-Konter, vor allem immer wieder von Jude Bellingham eingeleitet, waren deutlich gefährlicher als die Bemühungen Barcelonas.
Barcelona im Flow
Doch ein kurzer Moment der Unachtsamkeit brachte für Barca den Ausgleich. Nach einem Eckball stand Raphinha plötzlich frei, der aus zehn Metern zum 1:1 verwandelte. Danach war Barcelona im Flow, Real-Torhüter Lunin verhinderte mit einer Glanzparade die Führung der Gastgeber nach einem Kopfball von Gerard Martin (66.).
Im Anschluss versuchten die Madrilenen, das Remis über die Zeit zu bringen, bis der kurz zuvor eingewechselte Eduardo Camavinga mit einer spontanen Energieleistung fast über den ganzen Platz sprintete, seinen Kollegen Mbappé perfekt bediente, der nur noch aus zehn Metern ins leere Tor zum 2:1-Erfolg einschieben musste.