Nach Ceuta-Ansturm: EU knöpft sich Tech-Riesen wegen Fake News vor
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Nach dem Massen-Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta nimmt EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen (54) die Tech-Riesen ins Visier! Sie fordert von Meta und TikTok ein entschiedeneres Vorgehen gegen Fake News. „Die Plattformen müssen entschlossen handeln, um die Integrität des digitalen Raums zu wahren – insbesondere in Krisensituationen“, erklärte Virkkunen bei X. „Die Überwachung muss verstärkt und die Zusammenarbeit mit Faktenprüfern gefestigt werden.“ Grenze zu Ceuta soll „offen“ gewesen sein Die Kommissarin kündigte zudem an, dass sich die EU mit dem Thema beschäftigen und „am Montag nachfassen“ werde. Der Massen-Ansturm auf Ceuta in der letzten Woche war offenbar zu großen Teilen auf Fake News auf Online-Plattformen zurückzuführen. Auf TikTok sowie den zum US-Konzern Meta gehörenden Netzwerken WhatsApp , Instagram und Facebook hatte sich etwa die Nachricht verbreitet, dass die Grenze nach Ceuta „offen“ sei – was nicht stimmte. Möglich auch, dass Marokko die Aktion geplant hatte . Der spanischen Regierung zufolge hatten rund 72.000 Menschen – teils schwimmend – das neben Marokko gelegene Ceuta erreicht. Beamte vor Ort gehen von wesentlich mehr Menschen aus . 80 Personen kamen ums Leben. Die marokkanischen Behörden sprachen von elf Toten auf ihrem Gebiet, Menschenrechtsgruppen gehen von insgesamt mehr als 140 Toten aus. Deutsche halten Tech-Riesen für zu einflussreich Unabhängig vom Ceuta-Chaos hatte WELT am SONNTAG (gehört wie BILD zur Axel Springer SE) eine Umfrage zum Thema Tech-Riesen gestartet. Ergebnis: 66 Prozent der Befragten denken, dass Unternehmen wie Amazon, Google, Meta und Apple mittlerweile zu viel Einfluss in Deutschland haben!