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Nach dem 3:0-Triumph in Memmingen: Die db24-Einzelkritik

Sport

VON CHARLES PASTURE UND STEFAN MATZKE (FOTO) Als Michael Eberwein sich den Ball zurechtlegte und diesen aus seiner Position ins rechte Eck zum 3:0 zirkelte, war’s um die Fans hinter dem Zaun im Memminger Stadion geschehen. Sie feierten, sie schunkelten und sie schrien: “Der TSV, der TSV ist wieder da.” Naja, zumindest hat er am Freitagabend im Allgäu den ersten Saisonsieg gefeiert - es war ein sehr wichtiger Dreier, der die Last von den Schultern befreit. Die db24-Einzelkritik: Vitus Eicher (db24-Note 2,5): Der Routinier zwischen den Pfosten der Löwen strahlte mit seiner Erfahrung viel Ruhe aus und gab seiner Hintermannschaft damit die nötige Sicherheit. Was auf seinen Kasten kam, parierte der 35-Jährige souverän. Zudem dirigierte Eicher seine Vordermänner aufmerksam und hielt den Abwehrverbund über weite Strecken gut zusammen. Ein gelungener Auftritt der durch das erste Zu-null-Spiel der Saison belohnt wurde. Lance Fiedler (db24-Note 2,0): Der junge Linksverteidiger sorgte mit seinen langen Einwürfen und gefährlich getretenen Standards immer wieder für Unruhe im Memminger Strafraum. Auch in den Zweikämpfen präsentierte sich Fiedler abgeklärt. Beim 2:0 lief der 19-Jährige stark ein und wurde von Dressel mustergültig bedient. Sein erstes Regionalliga-Tor für den TSV belohnte einen überzeugenden Auftritt. Lasse Faßmann (db24-Note 2,0): Der Junglöwe erledigte seine Aufgaben im Abwehrzentrum neben Routinier Felix Weber mit Souveränität. Faßmann ging konsequent in die Duelle, klärte, wenn es nötig wurde, und blieb auch in der Schlussphase konzentriert. Dazu zeigte der 20-Jährige immer wieder gute Ansätze in der Spieleröffnung. Ein reifer Auftritt des jungen Innenverteidigers. Felix Weber (db24-Note 3,5): Dem Routinier unterlief der eine oder andere Fehler. Insgesamt hielt der 31-Jährige seinen Laden jedoch ordentlich zusammen und durfte sich am Ende über die erste Partie ohne Gegentor freuen, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt schon ausgewechselt war. Julian Bell (db24-Note 3,0): Der Rechtsverteidiger schaltete sich immer wieder über seine Seite nach vorne ein, blieb mit seinen Flanken allerdings glücklos. Defensiv ließ sich der 23-Jährige das ein oder andere Mal zu leicht abkochen. Einsatz und Engagement waren ihm dennoch nicht abzusprechen. Dennis Dressel (db24-Note 3,0): Der Kapitän gab dem Löwenspiel im Zentrum die nötige Ruhe und suchte auch unter Druck immer wieder die spielerische Lösung, die allerdings nicht jedes Mal aufging. Besonders sehenswert war sein präzises Anspiel auf Fiedler vor dem 2:0. Beinahe hätte sich Dressel zudem selbst mit einem Traumtor belohnt, als seine Volleyabnahme nach einer Ecke nur knapp ihr Ziel verfehlte. Überschattet wurde sein Auftritt allerdings von der Tatsache, dass er gelb-vorbelastet nochmal unfair in die Partie eingriff und eigentlich vom Platz hätte müssen. Der Schiedsrichter drückte aber beiden Augen zu. Loris Husic (db24-Note 2,5): Der 18-Jährige war vor allem in den Halbräumen ein wichtiger Faktor und überzeugte mit seiner Laufarbeit. Husic arbeitete aufmerksam gegen den Ball, ging den Zweikämpfen nicht aus dem Weg und spielte insgesamt sehr fehlerarm. Kein spektakulärer Auftritt des jungen Österreichers, dafür ein konzentrierter und zuverlässiger. Raphael Wach (db24-Note 2,5): Der Mittelfeldspieler brachte seine technische Qualität immer wieder ins Spiel und fand auf engem Raum gute Lösungen. Nach 52 Minuten war sein Arbeitstag allerdings vorzeitig beendet. Michael Eberwein (db24-Note 2,0): Der 30-jährige Ex-Dortmunder warf sich unermüdlich in die Arbeit gegen den Ball, machte viele Meter und behauptete sich auch körperlich mehrfach gegen die Memminger. Zum Abschluss setzte Eberwein noch ein echtes Ausrufezeichen: Mit einem technisch fein abgeschlossenen Schlenzer zum 3:0 machte er endgültig den Deckel drauf. Damit hat der Angreifer bislang in jedem Saisonspiel getroffen. Emre Erdogan (db24-Note 2,5): Der türkische U19-Nationalspieler sorgte mit seinem explosiven Antritt immer wieder für Gefahr. Beim 1:0 setzte Erdogan über auf die Außenbahn Niederlechner hervorragend in Szene, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Auch anschließend wurde es das ein oder andere Mal brenzlig, wenn der 19-Jährige ins Dribbling kam. Florian Niederlechner (db24-Note 3,0): Der Routinier machte genau das, wofür ein Stürmer da ist: richtig stehen und vollstrecken. Nach Erdogans starker Vorarbeit war Niederlechner zur Stelle und erzielte das 1:0. Ansonsten hielt sich der 35-Jährige aber eher im Hintergrund. Nach einem kurzen Schreckmoment in der 58. Minute war sein Einsatz beendet. Fabio Wagner (db24-Note 3,0): Der Youngster kam nach 52 Minuten für Raphael Wach und benötigte zunächst etwas Zeit, um in die Partie zu finden. Einen starken Moment hatte Wagner beim Ballgewinn, als er anschließend Calderon gut einsetzte und damit beinahe das 3:0 vorbereitete. Insgesamt fehlte dem 19-Jährigen jedoch noch die Durchschlagskraft auf der rechten Außenbahn. Tunay Deniz (db24-Note 3,0): Der Rückkehrer kam in der 72. Minute und übernahm sofort Verantwortung. Er forderte die Bälle, verteilte sie aus dem Zentrum und ging engagiert in die Zweikämpfe. Trotz seiner auffälligen Präsenz als Ballverteiler fehlte es ihm in der verbleibenden Spielzeit an der ganz großen Aktion nach vorne. Arian Calderon (db24-Note 3,5): Nach seinem Viererpack im Toto-Pokal blieb der 18-Jährige diesmal ohne eigenen Treffer. Kurz nach seiner Einwechslung setzte sich Calderon mit seiner körperlichen Wucht stark gegen seinen Gegenspieler durch und arbeitete sich in Richtung Tor. Beim Abschluss fehlte ihm anschließend die nötige Konsequenz. Insgesamt konnte der bullige Löwenstürmer allerdings in seiner kurzen Einsatzzeit nur wenige Akzente setzen. Benedikt Hoppe (db24-Note 3,0): Der Innenverteidiger kam in der Schlussphase für Weber und half dabei, die Partie sicher über die Zeit zu bringen. In der kurzen Einsatzzeit blieb Hoppe unauffällig, aber konzentriert, ohne noch größere Akzente zu setzen. Moritz Seiffert (db24-Note 3,5): Der Neuzugang kam in der Schlussphase und brachte noch einmal Tempo über die Außenbahn. Mit einem Vorstoß bot sich Seiffert sogar die Möglichkeit, endgültig für die Entscheidung zu sorgen. Im entscheidenden Moment fehlte ihm allerdings die nötige Balance für einen sauberen Abschluss. Darüber hinaus konnte der Außenbahnspieler in seiner kurzen Einsatzzeit aber nur wenige Akzente setzen.

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