Nach der ungewöhnlichen Ruhe bahnt sich ein Bitcoin-Beben an
Die ungewöhnliche Ruhe am Kryptomarkt könnte schon bald vorbei sein. Bitcoin steht nach Einschätzung des Finanzanalyse-Unternehmens Fundstrat vor einer deutlich größeren Kursbewegung. Demnach deuten Daten darauf hin, dass Ausschläge von 30 Prozent oder mehr innerhalb der kommenden zwei Monate möglich sind. Es war sehr ruhig um den Bitcoin Laut Sean Farrell, Leiter der Digital-Asset-Strategie bei Fundstrat, gehörten die Kursbewegungen der vergangenen 30 Tage zu den geringsten, die bei Bitcoin bislang beobachtet wurden. Solche Ruhephasen waren in der Vergangenheit häufig Vorboten wesentlich größerer Ausschläge. „Der Median der absoluten Bewegung über die darauffolgenden 60 Tage lag bei ungefähr 30 Prozent“, erklärte Farrell. Fundstrat identifizierte acht frühere Phasen mit ähnlich niedriger Volatilität. Im Anschluss bewegte sich Bitcoin innerhalb von 60 Tagen im Median um 30,2 Prozent. Allerdings endeten vier dieser Episoden mit steigenden und vier mit fallenden Kursen. Die Daten liefern damit kein Kaufsignal. Sie sprechen vielmehr dafür, dass sich erhebliche Spannung im Markt aufgebaut haben könnte. Bitcoin: 83.000 oder 45.000 US-Dollar? Ausgehend vom aktuellen Kurs von 64.125 US-Dollar (Stand: 7:15 Uhr MESZ) würde eine Bewegung um 30 Prozent Bitcoin rechnerisch auf 83.360 US-Dollar steigen oder auf etwa 44.890 US-Dollar fallen lassen. ANZEIGE ANZEIGE Die aktuell geringe Volatilität bedeutet damit nicht zwangsläufig einen stabilen Markt. Historisch betrachtet könnte vielmehr das Gegenteil der Fall sein. Ein möglicher Katalysator für das Ende der ungewöhnlich ruhigen Marktphase könnte vom Anleihemarkt kommen. Fundstrat verweist insbesondere auf steigende langfristige Realrenditen. Höhere reale Renditen können Kryptowährungen und andere Risikoanlagen unter Druck setzen, da verzinsliche Anlagen attraktiver werden und sich die Finanzierungsbedingungen verschärfen. Sollten die Realrenditen weiter steigen, könnten sie laut Farrell letztlich genau der Auslöser sein, der Bitcoin aus seiner engen Handelsspanne zwingt. Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion