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Nach Drohnenanschlag bei Leipzig: Bericht: BND könnte Kiew bald Zieldaten für Angriffe gegen Russland liefern

Nation

Die ukrainischen Streitkräfte profitieren bei Angriffen gegen und in Russland auch von der Unterstützung westlicher Partner. In Reaktion auf den von Moskau beauftragten Drohnenanschlag am Leipziger Flughafen könnte Deutschland seine Geheimdienstunterstützung für Kiew bedeutend ausweiten.

Die Bundesregierung will die Ukraine im Krieg gegen Russland mit mehr Geheimdiensterkenntnissen als bisher unterstützen. Im Kanzleramt wird erwogen, dass der Bundesnachrichtendienst der Ukraine Targeting-Daten für Angriffe gegen Russland liefert, berichtet der "Spiegel".

Darunter verstehen Militärs exakte Zielkoordinaten für spätere Raketen- oder Drohnenattacken. Bisher fließen solche Informationen nur mit einer Verzögerung an die ukrainischen Partner.

Die Maßnahme gehört zu einem Paket an Strafmaßnahmen gegen Russland, das nach dem versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle zwischen den beteiligten Ministerien abgestimmt wurde. Die Bundesregierung hatte am Dienstag Russland für die Attacke verantwortlich gemacht. In den öffentlichen Erklärungen hieß es, als Reaktion solle die Zusammenarbeit der Geheimdienste intensiviert werden.

In Reaktion auf die Maßnahmen Berlins will Moskau das Goethe-Institut im eigenen Land schließen. Es handle sich um eine Reaktion auf die angekündigte Schließung des Russischen Hauses, erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax. "Natürlich werden sie geschlossen, nachdem unser Kulturzentrum von dort (Berlin) vertrieben wurde", so Lawrow.

Das Goethe-Institut unterhält neben seiner Haupteinrichtung in der Hauptstadt Moskau auch Standorte in St. Petersburg und Jekaterinburg. Letztere Stadt befindet sich hinter dem Ural-Gebirge und ist die viertgrößte Stadt des Putin-Reichs.

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