DAX +0,43 % 26.412,78 Pkt 15:54:06 MDAX +0,35 % 32.376,57 Pkt 15:54:07 Euro Stoxx 50 +0,07 % 6.544,04 Pkt 15:54:00 Dow Jones -0,38 % 53.635,87 Pkt 16:09:06 S&P 500 -0,32 % 7.774,39 Pkt 16:09:06 Nasdaq -0,28 % 26.727,04 Pkt 16:09:04 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,65 % 4.466,00 USD 15:59:05 Silber +1,12 % 65,84 USD 15:59:06 Brent +0,47 % 88,94 USD 15:58:53 WTI +0,18 % 82,55 USD 15:58:55 Bitcoin +1,16 % 63.547,32 USD 16:09:03 EUR/USD +0,55 % 1,15980 USD 16:08:54 EUR/GBP 0,00 % 0,85490 GBP 16:09:07 EUR/CHF -0,10 % 0,93810 CHF 16:09:07 EUR/JPY +0,41 % 184,646 JPY 16:09:07

Nach Druck durch Bundeskartellamt: Apple schwächt Tracking-Warnung ab

Wirtschaft

Inhaltsverzeichnis Die Reklameindustrie hat einen Erfolg zu verzeichnen: Apple nimmt nach Kritik von Wettbewerbshütern und massivem Gegenwind aus der Werbebranche Änderungen an seiner sogenannten App-Tracking-Transparenz (ATT) auf iPhones in Deutschland und anderen EU-Ländern vor. Das Bundeskartellamt, dass eine Untersuchung gegen den Konzern eingeleitet hatte, lässt diese im Gegenzug fallen. Weiterlesen nach der Anzeige Tracking-Transparenz nun weniger transparent Dank ATT, das seit Jahren Teil von iOS und iPadOS ist, können Nutzer verhindern, dass ihre Aktivitäten über Apps hinweg auf iPhone und iPad verfolgt werden. Aus der Werbeindustrie gibt es seit langem Widerstand dagegen, Apple verweist auf ein Recht der Nutzer auf Datenschutz. Kritik gab es auch, weil Apple seine eigenen Dienste angeblich nicht adäquat kennzeichnet und als First-Party-Instanz mehr Daten zur Verfügung hätte. Die nun getroffene Regelung macht ATT ironischerweise weniger transparent: Zu den Änderungen gehört, dass das Wort „Tracking“ auf der Auswahlseite nicht mehr vorkommt. Außerdem bekommen die App-Betreiber die Möglichkeit, Nutzer nach einem Jahr wieder nach einer Erlaubnis zu fragen, deren Aktivität bei anderen Anwendungen und Websites zu verfolgen. Schließlich ändern sich die Auswahlmöglichkeiten: Bisher hieß es auf dem oberen der zwei digitalen Tasten in der Abfrage „App-Tracking ablehnen“ und auf dem unteren „Erlauben“. Künftig gibt es die Wahl zwischen „Erlauben“ auf dem oberen Button und „Verbieten“ auf dem unteren. Eigentlich sind das sogenannte Dark Patterns, die Nutzer verführen sollen, gegen ihre Interessen zu entscheiden. Nutzer nur in der Europäischen Union betroffen Die neue Version der Abfrage wird nur Nutzern in der Europäischen Union angezeigt. Dabei sei ausschlaggebend, dass sie sich gerade im Gebiet der EU aufhalten – und nicht in ihrem Herkunftsland. Im vergangenen Herbst hatte Apple eindrücklich gewarnt, er könne sich gezwungen sehen, wegen Wettbewerbsuntersuchungen die App-Tracking-Abfrage auf iPhones in Deutschland und anderen europäischen Ländern ganz aufgeben. Die Funktion ist unter Nutzern beliebt, die wenigsten erlauben das Tracking über Apps hinweg. Nun erhoffen sich Werber und Publisher, dass mehr User ihre Zustimmung erteilen. Apple betont, man habe jetzt mit Bundeskartellamt und anderen europäischen Wettbewerbsbehörden plus EU-Kommission kooperiert, um Änderungen zu erarbeiten, die die verschiedenen Verfahren gemeinsam beilegten. Weiterlesen nach der Anzeige Bundeskartellamt: Missbrauch durch Apple Das Bundeskartellamt war im Februar 2025 zur vorläufigen Einschätzung gekommen, dass die Ausgestaltung der Funktion gegen Missbrauchsvorschriften verstoßen könnte. Die Behörde verwies unter anderem darauf, dass die Anforderungen nur für andere App-Anbieter gälten, aber nicht für Apple. Der Konzern betont jedoch, seine eigenen Apps sammelten keine Daten in Anwendungen anderer Anbieter. Das Bundeskartellamt bemängelte damals aber, dass die Regeln den Konzern selbst nicht daran hinderten, Daten etwa aus dem App Store, vom Apple-Account des Nutzers oder angeschlossenen Geräten zu kombinieren und zu Werbezwecken zu verwenden. Tatsächlich hatte Apple zuletzt seine Werbeangebote hochgefahren. Apple wird jetzt die Abfragefenster für eigene Angebote und Apps anderer Anbieter angleichen, so das Bundeskartellamt. Dabei entfielen „abschreckend wirkende Symbole und Formulierungen in der von Apple vorgegebenen Abfrage für Drittanbieter“. Die Abfragefenster würden „inhaltlich, sprachlich und optisch neutral gestaltet“. Die App-Herausgeber und Inhalteanbieter bekämen zudem mehr Raum, um zu erläutern, welche Bedeutung personalisierte Werbung für ihr Modell habe. Apple hatte in verschiedenen Ländern wegen ATT Bußgelder kassiert. Dazu zählten Italien (100 Millionen) und Frankreich (150 Millionen Euro). In einem EU-Land wird derzeit noch verhandelt: In Polen treten die ATT-Änderungen nicht sofort in Kraft. Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren