Nach erstem Schalke-Sieg: Muslic stichelt gegen Zweifler
Im dritten Spiel nach der Bundesliga-Rückkehr hat der FC Schalke 04 am Freitagabend den ersten Sieg gefeiert. Nach dem 3:1 (1:0) bei Union Berlin war Knappen-Trainer Miron Muslic stolz - und setzte einen kleinen Seitenhieb gegen die Zweifler.
"Wir sind angekommen", befand Muslic nach dem Schlusspfiff an der Alten Försterei bei "Sky". Der Sieg fühle sich zwar "fantastisch" an, aber: "Die nächsten zehn Monate werden brutal, und darauf sind wir vorbereitet."
Nach zwei Partien ohne eigenen Treffer hatte Robin Gosens die Schalker in der 25. Minute erlöst. Der Neuzugang, der vor drei Jahren im Union-Trikot sein Bundesliga-Debüt gegeben hatte, hob entschuldigend die Hände. Er habe "sehr viel Respekt" für die Eisernen, erklärte der 32-Jährige.
Allerdings sei er "Schalke-Fan, Schalke hat mich zum Fußball gebracht", verdeutlichte Gosens, der trotz der gemischten Gefühle einfach nur "sehr glücklich" über den ersten Dreier war.
Das nötige Selbstvertrauen für den Erfolg in Berlin hatten die Königsblauen in der Vorwoche beim überraschenden 0:0 gegen den großen FC Bayern gesammelt. "Viele haben danach vielleicht gedacht, dass das ein One-Hit-Wonder war", stichelte Muslic gegen die Zweifler.
Muslic witzelt über Schalker Tor-Joker
Nach den Treffern von Gosens und Adil Aouchiche (46.) hatte S04 in der Schlussphase noch einmal zittern müssen. Die Knappen warfen sich jedoch leidenschaftlich in jeden Ball, hinten parierte Keeper Loris Karius mehrfach stark.
Auch nach dem Anschlusstor von Tim Skarke (90.+6) hielt Schalke dem Druck stand. Den Schlusspunkt einer langen Nachspielzeit, verursacht durch das verletzungsbedingte Aus von Referee Timo Gerach (60.), setzte Maximilian Wöber (90.+13).
"Eine absolute Frechheit: Maxi Wöber sollte die Restverteidigung bilden und geht dann in die Box. Den schnappe ich mir noch. Der kriegt noch was zu hören", witzelte Muslic.
Es sei generell nur eine "Frage der Zeit" gewesen, bis der Knoten vor dem gegnerischen Kasten platzt, beschloss er: "Wir sind Bundesliga-Aufsteiger. Man muss uns zugestehen, dass wir uns an die Bundesliga adaptieren und zurechtfinden müssen."