Nach Eskalation will Remscheid gegen Poser durchgreifen
Frühjahr 2025 - ein Raserunfall schockt Remscheid. Die 19 Jahre alte Hanna wird tödlich verletzt, als ein betrunkener Autofahrer die Kontrolle über seinen fast 700 PS starken Wagen verliert und die junge Frau erfasst, die zusammen mit einer Freundin von einem Feuerwehrfest nach Hause gehen will.
Sommer 2026 - Die "Erlebbar" in der Remscheider Hindenburgstraße ist noch immer ein beliebtes Ziel von "Autoposern". Als mal wieder einige von ihnen an der Bar vorbeifahren, beschweren sich Gäste. Die Lage eskaliert: mehrere Fahrer steigen aus und wollen die Gäste angreifen. Simon Riesenbeck, der Besitzer der "Erlebbar", stellt sich vor seine Kunden und wird, so sagt er, brutal zusammengeschlagen.
Es war dieser Vorfall, der in Remscheid anscheinend für ein Umdenken gesorgt hat. Jetzt soll sich grundlegend etwas ändern im Umgang mit der berüchtigten Szene. Aber mit welchen Mitteln? Der Rat hat im Oktober eine Resolution an das Land NRW und an den Bund verabschiedet.
Die Forderung: "Gebt uns die Werkzeuge in die Hand, um das Leben und die Ruhe der Menschen in Remscheid wirkungsvoll zu verteidigen."
Rat verabschiedet Resolution gegen Autoposer
Denn für die Stadt sind diese Werkzeuge bisher begrenzt, sagt der Remscheider Oberbürgermeister Sven Wolf.
Ein so genanntes "Verweilverbot" für Autofahrer auf öffentlichen Parkplätzen in Remscheid hat anscheinend nur wenig Wirkung gezeigt. Das war die erste Konsequenz aus dem tödlichen Unfall 2025.
Initiative fordert Fahrbahnschwellen und Straßensperren
Die Initiative hat eine einfache Forderung: Mehr Fahrbahnschwellen in den Straßen oder Sperren für Autofahrer könnten mit vergleichsweise einfachen Mitteln die Raser und Poser ausbremsen. Aber Gespräche mit der Stadt dazu sind bisher ohne wirkliche Ergebnisse verlaufen.
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