Nach Exil: Oppositionsführerin Machado offenbar zurück in Venezuela
Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist nach fast einem Jahr im Ausland offenbar nach Venezuela zurückgekehrt. „Ich bin hier. Mit euch allen“, schrieb Machado am Sonntag in den sozialen Medien. Details zu ihrem genauen Aufenthaltsort oder den Umständen ihrer Einreise nannte sie nicht. Edmundo González, ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat von Machados Bewegung, bestätigte die Rückkehr von Spanien aus und kündigte an, ihr bald zu folgen.
Trump lobte zuletzt Vereinbarungen zur Ölförderung und andere Geschäfte von US-Unternehmen in Venezuela. Er sagte im September, es sei noch zu früh für demokratische Wahlen in dem Land. Machado betonte dagegen, nur eine ernsthafte, demokratische Regierung biete die nötige Stabilität für Investoren.
Seit Ende 2025 lebte Machado im Exil
Machado hatte Venezuela Ende 2025 trotz eines Ausreiseverbots der damaligen Maduro-Regierung heimlich verlassen, um den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen. Zuvor hatte sie mehr als ein Jahr lang überwiegend im Untergrund gelebt. Kurz nach ihrer Ausreise wurde Maduro von der Trump-Regierung in die USA entführt.
Sie erklärte im Juni, sie wolle in ihre Heimat zurückkehren, um den Überlebenden zweier verheerender Erdbeben zu helfen. Dabei waren mindestens 6500 Menschen ums Leben gekommen, Tausende gelten als vermisst. Einem Reuters-Bericht vom Juni zufolge sorgte ihr Wunsch nach einer Rückkehr in Washington für Unmut. US-Regierungsvertreter baten sie demnach, ihre Reise zu verschieben.