Nach Fällen in MV: Polizei warnt vor WhatsApp-Betrugsmasche
Stand: 29.07.2026 09:54 Uhr Ein falscher Klick genügt - und Betrüger kapern das WhatsApp-Konto ihrer Opfer, um in deren Namen Nachrichten über den Messenger zu verschicken. Bei Geldforderungen rät die Polizei zur besonderen Vorsicht. Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern warnt vor einer neuen Betrugsmasche über den Messenger-Dienst WhatsApp. Kriminelle verschicken dabei Nachrichten mit Links zu angeblichen Online-Abstimmungen oder anderen Aktionen. Wer den Anweisungen folgt, etwa einen QR-Code scannt oder einen Bestätigungscode eingibt, ermöglicht den Tätern den Zugriff auf das eigene WhatsApp-Konto. Anschließend schreiben diese die gespeicherten Kontakte an und bitten unter einem Vorwand um Geld. Erste Opfer im Landkreis Rostock verlieren Geld Ein aktueller Fall ereignete sich im Bereich des Kriminalkommissariats Sanitz. Ein 65-Jähriger aus dem Landkreis Rostock erhielt einen Link von einer vermeintlich bekannten Person per WhatsApp und folgte den Anweisungen. Kurz darauf übernahmen Betrüger sein WhatsApp-Konto und verschickten in seinem Namen Nachrichten an seine Kontakte. Polizei warnt vor Geldforderungen per WhatsApp Darin baten die Betrüger unter dem Vorwand einer dringend notwendigen Zahnbehandlung um finanzielle Hilfe. Obwohl der Mann seine Kontakte umgehend warnte, überwiesen einige von ihnen bereits Geld. Zur Höhe des entstandenen Schadens konnte die Polizei bislang keine Angaben machen. Die Polizei rät, ungewöhnliche Nachrichten immer telefonisch zu überprüfen, keine unbekannten Links oder QR-Codes zu öffnen und die Zwei-Schritt-Verifizierung bei WhatsApp zu aktivieren. Betrüger versuchen sich, als Bekannte oder Freunde auszugeben Im Bereich des Kriminalkommissariats Gadebusch kam es zu einem ähnlichen Betrugsversuch. Die Täter gaben sich als vertraute Kontaktperson aus und baten wegen einer angeblichen finanziellen Notlage um Geld. Der Betrug flog jedoch auf und wurde angezeigt.