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Nach fast zehn Monaten auf See: Flugzeugträger USS Abraham Lincoln läuft verrostet in Thailand ein

Welt

Gestern kam die USS Abraham Lincoln (CVN-72) im thailändischen Hafen Laem Chabang an. Nach fast 300 Tagen auf See sieht der Träger sehr mitgenommen aus.

Im November vergangenen Jahres war die Lincoln aus ihrem Heimathafen San Diego ausgelaufen und war danach ununterbrochen auf See, unter anderem um monatelang den Krieg gegen den Iran zu unterstützen.

Bei langen Einsätzen nicht ungewöhnlich

Beobachter waren vom Zustand des Flugzeugträgers beim Einlaufen in Thailand geschockt. Tatsächlich sind die Rostspuren an der Schiffshülle auf den ersten Blick besorgniserregend – aber auch völlig normal bei einem Einsatz von dieser Länge.

Trotzdem müssen die Roststellen so schnell wie möglich beseitigt werden, damit das Schiff nicht strukturell beeinträchtigt wird.

Der Rost ist allerdings nicht das größte Problem, das die Lincoln auf ihrer Mission hatte. Berichten zufolge gab es während der Mission auch Probleme mit der Versorgung, Materialermüdung sowie mit der Moral der Besatzung. Mindestens ein Crewmitglied soll über Bord gegangen sein.

Korrosion auch für Flugzeuge ein Problem

Das Salzwasser auf See macht nicht nur den Trägern selbst zu schaffen, sondern auch den Flugzeugen, die an Bord stationiert sind.

Beispielsweise ist ein zentrales Problem, das zur maroden F-35-Einsatzbereitschaft führt, schlicht Korrosion. Der jüngste Instandhaltungsbericht des US-Rechnungshofs (GAO) zeigt, dass flächendeckende Korrosionsschäden neben Softwareproblemen und Ersatzteilmangel zu den Hauptgründen zählen, warum im vergangenen Jahr nur rund jeder vierte F-35-Jet der US-Streitkräfte voll einsatzbereit war.

Weil der US-Luftwaffe seit Jahren die technischen Zugriffsrechte auf wichtige Reparaturdaten fehlen, können Techniker Korrosionsschäden nicht eigenständig beheben.

Stattdessen sind sie auf kostenintensive Unterstützung durch Hersteller Lockheed Martin angewiesen. Ein Missstand, den der Rechnungshof laut Bericht bereits seit über zehn Jahren anmahnt, bislang ohne spürbare Konsequenzen.

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