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Nach Foto mit Ulrich Siegmund: Großer Ärger für Feuerwehrmänner

Nation

EGELN. Der Bürgermeister der 3.000-Einwohner-Stadt Egeln in Sachsen-Anhalt hat vier Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Rauswurf gedroht. Grund: Sie baten den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund um ein gemeinsames Bild. Dabei trugen sie noch Teile ihrer Uniform. Die Szene hatte am vergangenen Freitag sehr freundlich begonnen. Wie auf einem Video von „Weichreite TV“ zu sehen ist, hielt ein Feuerwehrauto an, die Männer stiegen aus und gingen direkt auf Siegmund zu, der sich an einem Infostand der AfD auf dem Marktplatz aufhielt. Der Politiker reagierte kumpelhaft, gab den Männern die Hand und sagte: „Jungs, macht Feierabend, habt ihr euch verdient. Danke für euren Einsatz.“ Später fragte er: „Kann ich noch was für euch tun?“ Ein Feuerwehrmann antwortete: „Wir wollten nur mal gucken, wir wollten uns mal persönlich treffen.“ Dann posierten sie mit Siegmund vor dem Dienstfahrzeug für ein Foto. Bürgermeister will Feuerwehrmänner feuern In einem ausführlichen Beitrag auf Facebook erklärte Bürgermeister Michael Stöhr (Unabhängige Wählergemeinschaft Egeln) nun, dass er „fassungslos“ über das Verhalten der Feuerwehrmänner sei. Er unterstellte den freiwilligen Helfern, dass die Bürger ihnen im Notfall nicht mehr vertrauen könnten. Zudem habe das Ehrenamt durch das Verhalten der Feuerwehrleute „enormen Schaden“ erlitten. „Als Verbandsgemeindebürgermeister und Dienstherr der Freiwilligen Feuerwehr stelle ich ausdrücklich klar, dass ein solches Verhalten von Mitgliedern unserer Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz nicht hingenommen werden kann“, schrieb er. Stöhr kündigte an, „die Aktion intern auszuwerten und natürlich auch entsprechende Konsequenzen zu ziehen“. Der Bürgermeister behauptete, die Feuerwehrmänner würden nicht jedem helfen wollen: „Unsere Bevölkerung muss sich darauf verlassen können, dass unsere Feuerwehr im Notfall unabhängig von der politischen Einstellung, Religion oder Herkunft Hilfe leistet. Sollte das von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr auch nur ansatzweise in Zweifel gezogen werden, dann haben diejenigen nichts mehr in der Feuerwehr zu suchen.“ User fordern Stöhrs Rücktritt Er könne sich „deshalb bei allen ehrenamtlichen Helfern in den Feuerwehren nur ausdrücklich entschuldigen“. Stöhr versicherte, „dass so etwas in unseren Ortsfeuerwehren der Verbandsgemeinde Egelner Mulde nicht wieder vorkommen wird“.

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