Nach Gasleck am Harburger Bahnhof: Zugverkehr läuft wieder
Update, 17.53 Uhr: Der Bahnverkehr ist wieder freigegeben. Reisende können ihre Fahrt ab Harburg nun fortsetzen. Die Straßensperrungen sollen ebenfalls aufgehoben werden. Zwischenzeitlich versammelten sich Hunderte Bahnreisende vor dem Fernbahnhof Harburg – in sicherem Abstand zu dem Gasleck. Dieses soll bei Fräsarbeiten entstanden sein.
Erstbericht
Harburg. Bei Bauarbeiten in der Harburger Innenstadt ist am Mittwochnachmittag offenbar eine Gasleitung beschädigt worden. Die Folgen sind erheblich: Der Bahnhof Harburg wurde geräumt, der gesamte Fern- und S‑Bahnverkehr eingestellt. Feuerwehr, Landes- und Bundespolizei sind mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Um 15.49 Uhr wurde die Feuerwehr zur Einsatzstelle an der Moorstraße Ecke Hannoversche Straße alarmiert. Nach ersten Informationen vor Ort soll ein Baustellenfahrzeug die Gasleitung getroffen und dabei beschädigt haben. Bei der betroffenen Leitung soll es sich nach Angaben eines Reporters vor Ort, um eine größere Versorgungsleitung mit einem Durchmesser von rund 200 Millimetern handeln. Gas tritt aus der beschädigten Leitung aus und ist an der Einsatzstelle deutlich hörbar.
Feuerwehr und Polizei haben den Bereich rund um die Schadensstelle weiträumig abgesperrt. Mitarbeiter der Hamburger Energienetze sind ebenfalls vor Ort und arbeiten daran, die beschädigte Leitung zu sichern und den Gasaustritt zu stoppen.
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Bahnhof komplett gesperrt
Nach Angaben eines Pressesprechers der Bundespolizei wurde aufgrund des Einsatzes der Zugverkehr am Bahnhof Harburg vollständig eingestellt. Betroffen sind sowohl der Fernverkehr als auch die S‑Bahn. Der Bahnhof wurde geräumt.
Die S‑Bahnen der Linien S3 und S5 fahren derzeit nicht zwischen Wilhelmsburg und Harburg Rathaus. Die S‑Bahn Hamburg rät Fahrgästen, wenn möglich andere Verkehrsmittel zu nutzen. Auch die Züge des metronom sind betroffen.
Evakuierung weiterer Gebäude möglich
Unklar ist derzeit noch, ob weitere Gebäude in der unmittelbaren Umgebung evakuiert werden müssen. Davon könnten unter anderem das nahe gelegene Phoenix-Center sowie das Marktkauf-Center betroffen sein. Eine Entscheidung darüber steht nach aktuellem Kenntnisstand noch aus.
Wie lange die Sperrungen sowie die Einschränkungen im Bahnverkehr andauern werden, ist derzeit nicht bekannt. Der Einsatz dauert an. (dh)