Nach gescheiterter Übernahme durch Oliver Kahn: Traditionsverein für einen Euro verkauft
Der wegen seiner Zahlungsunfähigkeit gesperrte Fußball-Traditionsklub teilte am Mittwoch mit, dass mit dem britischen Investmentfonds Park Bench eine Übernahme vereinbart worden sei. Mit dem Käufer könnte auch der drohende Bankrott abgewendet werden.
Der Kauf erfolge "für einen symbolischen Euro mit Übernahme der Schulden", schrieb der sechsmalige französische Meister, der bereits wegen seiner finanziellen Schieflage in die sechste Liga abgestuft worden war. Die neuen Eigentümer sollen in den kommenden Tagen von der regionalen Kontroll- und Managementkommission der Liga angehört werden.
Das Gremium muss den Wechsel der Eigentümerstruktur sowie den Etat für die Saison 2026/2027 genehmigen. Erst danach könnten die Girondins offiziell in der Regional 1 antreten. In der Folge muss sich allerdings noch ein Handelsgericht mit dem Fall befassen, um die Restrukturierung abzusichern.
Im Frühjahr 2025 hatte sich auch Oliver Kahn um eine Übernahme Girondins' bemüht. Der deutsche Ex-Nationalspieler und ehemalige Vorstandsboss des FC Bayern München teilte schließlich nach zähen Verhandlungen im Juni mit, sich gegen einen Einstieg entschieden zu haben.
Damals erklärte Kahn in einem Beitrag bei LinkedIn: "Nach Prüfung der finanziellen, operativen und rechtlichen Informationen, die uns schließlich Ende letzter Woche zur Verfügung gestellt wurden, haben wir uns entschieden, nicht die geplanten rund 50 Millionen Euro zu investieren, um den FCGB wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört - in die Ligue 1." Er schrieb weiter von einer "großen Enttäuschung", dankte aber für den konstruktiven Dialog.
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Girondins gehört zu den renommiertesten Vereinen Frankreichs. 1881 gründete sich der Klub nahe der Atlantikküste im Südwesten des Landes. Für Girondins spielten einst auch Zinedine Zidane und die Bayern-Legende Bixente Lizarazu.