Nach Hackerangriff: AfD-Daten im Netz - was die Partei jetzt einräumt
Berlin – Nach dem Leak interner AfD-Daten versucht die Parteiführung nun, den Schaden einzuordnen. In einer internen E-Mail an die Landesverbände informiert sie über den bisherigen Stand der Ermittlungen zum Hackerangriff. Das Schreiben liegt B.Z. vor.
Demnach wurde bereits im September 2026 ein Hosting-Dienstleister der AfD gehackt. Dabei sollen Unbefugte Inhalte einzelner E-Mail-Postfächer kopiert haben. Laut AfD waren die betroffenen Postfächer überwiegend seit Jahren nicht mehr in Gebrauch. Die aktuellen E-Mail-Postfächer des Bundesverbandes seien nicht betroffen gewesen.
Nach Darstellung der AfD seien die betroffenen Postfächer überwiegend seit Jahren nicht mehr aktiv genutzt worden. Aktuelle E-Mail-Postfächer des AfD-Bundesverbandes seien von dem Vorfall nicht betroffen gewesen.
Partei versucht sich in Schadensbegrenzung
Weiter teilt die Partei intern mit, der Angriff sei nach kurzer Zeit erkannt und gestoppt worden. Die nun erfolgte Veröffentlichung von Daten im Internet werde derzeit geprüft. Eine belastbare Einschätzung zum Umfang und zur Echtheit der veröffentlichten Inhalte könne erst nach Abschluss dieser Prüfung erfolgen.
Hintergrund ist eine Online-Plattform, auf der nach Angaben der Betreiber Hunderttausende E-Mails und interne Dokumente aus dem Umfeld der AfD veröffentlicht worden sein sollen. Die Partei untersucht derzeit, ob und in welchem Umfang die im Netz veröffentlichten Daten tatsächlich aus den betroffenen Postfächern stammen.