Nach Havarie: Papierhersteller leitet wieder geklärtes Abwasser in Saale ab
Stand: 10.10.2026 13:37 Uhr
Ein unbekannter Stoff gelangte Anfang Oktober in die Saale bei Rosenthal am Rennsteig. Das Wasser war stark getrübt, tote Fische wurden entdeckt. Der Papierhersteller Mercer stoppte daraufhin das Einleiten von geklärtem Abwasser. Nun fließt es wieder in die Saale. Das Badeverbot wurde aufgehoben.
von MDR THÜRINGEN
Nach einer Havarie leitet der Zellstoff- und Papierhersteller Mercer in Rosenthal am Rennsteig (Saale-Orla-Kreis) wieder geklärtes Abwasser in die Saale ab. Das teilte das Unternehmen mit.
Das Ableiten war nach Unternehmensangaben Anfang Oktober gestoppt worden. Nach einer vierwöchigen Wartung der Technik war beim Wiederanfahren eine Verfärbung in der Saale aufgetreten war. Passiert sei das "im Nahbereich der Abwasserableitung". Das Abwasser sei zunächst in werkseigenen Pufferbecken zurückgehalten worden. Das Landratsamt Saale-Orla erließ vorsorglich ein vorübergehendes Badeverbot für den südlichen Bereich des Bleiloch-Stausees.
Nach Havarie bleiben Unklarheiten
Das Badeverbot wurde inzwischen wieder aufgehoben. Laut Landratsamt liegen die Werte der Wasserproben wieder im Normbereich. Vom Unternehmen Mercer heißt es, in Abstimmung mit den Behörden werde seit 3. Oktober wieder Abwasser aus der werkseigenen Kläranlage in die Saale abgeleitet. Parallel dazu werde die Wiederaufnahme der Zellstoffproduktion vorbereitet. Unklar ist weiterhin, welche Stoffe in die Saale gelangt waren und ob sie gefährlich waren.
MDR (kk/mm)