Nach israelfeindlichen Aufrufen: Start von umstrittener Demo am 7. Oktober an den Berliner Oranienplatz verlegt
Eine umstrittene, nach eigenen Angaben „anti-koloniale“ Demo am 7. Oktober, dem dritten Jahrestag des terroristischen Hamas-Überfalls auf Israel, hat eine neue Route zugewiesen bekommen. Das ist das Ergebnis von Kooperationsgesprächen der Berliner Polizei mit dem Anmelder.
Die Versammlung mit dem Titel „Down with Colonialism!“ soll jetzt am Mittwoch um 18 Uhr am Oranienplatz beginnen und nicht wie ursprünglich geplant am Schlesischen Tor. Von dort führt die Demo-Route über das Kottbusser Tor bis hin zum Hermannplatz, teilte die Polizei mit.
Der neue Startpunkt soll nach Angaben der Polizei auch eine Distanzierung von anderen Demo-Aufrufen sein. Mit denen wolle der Anmelder, der nach Tagesspiegel-Informationen auch für Anmeldungen der „Revolutionären 1.-Mai-Demonstration“ bekannt ist, nichts zu tun gehabt haben, hieß es von der Polizei.
Im Internet hatte es zuvor Aufrufe zu derselben Demo mit dem Slogan „Until total Liberation“ (deutsch: bis zur vollständigen Befreiung) gegeben. Ein dazu auf Instagram verbreitetes Bild zeigt eine Planierraupe, die einen Zaun durchbrochen hat.
Mit solchen Planierraupen drangen Islamisten vor drei Jahren aus Gaza auf israelisches Gebiet vor: Tausende Bewaffnete folgten in Autos und auf Motorrädern, vergewaltigten und töteten Zivilisten und entführten mehr als 200 Geiseln. Der Demo-Aufruf nennt die „vollständige Befreiung“ Palästinas von Israel als Ziel. Die Polizei ermittelt wegen Gewaltverherrlichung.